Windows 10 Oktober Update bereitet weiterhin Probleme

Zuletzt kam es bei der Auslieferung der letzten Windows 10 Aktualisierung 1809 bei einigen Nutzern zu Problemen mit verschwunden Dateien im Dokumentenordner. Das verzögerte die Auslieferung des Updates um mehrere Wochen. Nun scheinen sich weitere Probleme zu häufen. Scheinbar verursachte das Update deutlich mehr Komplikationen als angenommen...

Zuletzt kam es bei der Auslieferung der letzten Windows 10 Aktualisierung 1809 bei einigen Nutzern zu Problemen mit verschwunden Dateien im Dokumentenordner. Das verzögerte die Auslieferung des Updates um mehrere Wochen. Nun scheinen sich weitere Probleme zu häufen. Scheinbar verursachte das Update deutlich mehr Komplikationen als angenommen.

Das Update bereitet beim Abspielen von bestimmten Dateien der „seek bar“ im Windows Mediaplayer Probleme. Dabei ist fraglich, welche Änderung das Probleme verursachen haben könnte. In Anbetracht der Anzahl an verschiedenen Versionen ist dies sicherlich keine leichte Aufgabe. Microsoft hat darauf verkündet das Problem in den Griff zu bekommen, jedoch ist eine zeitlich nahe Lösung wohl unwahrscheinlich. Das Problem soll jedoch in einem „upcoming release“ behoben werden.

Ein weiteres, sehr ärgerliches Problem, ist das Festsetzen eines sogenannten Standardprogramms („default program“) für bestimmte Dateitypen. So lassen sich manche Win32-Programme nicht mehr als Standardprogram festlegen. Möchte man beispielsweise immer eine Datei mit einem Texteditor öffnen, ist dies nicht möglich. Hierbei handelt es sich um eine Funktion die schon seit mehr als 20 Jahren elementarer Bestandteil von Windows ist.

Zudem sind Geräte die Apples iCloud verwenden immer noch vom Update ausgeschlossen. Hierbei ist unklar, ob das Problem bei Microsoft selbst oder bei Apple gesucht werden muss. Da es sich jedoch um ein Update von Microsoft handelt ist davon auszugehen, dass sie zeitnah eine Lösung präsentieren werden.

Einige Nutzer beklagen Abstürze nach der Installation und bei anderen ist eine Installation erst gar nicht möglich. Nutzer von älteren Grafikkarten wie der HD2000 und HD4000 Serie sind ebenso betroffen. Diese Karten sind jedoch bereits über 10 Jahre alt und erhalten entsprechend auch keinen Treibersupport mehr.

Das nächste große Update wird für den April erwartet. Unter anderem wird eine bessere Performance durch Integration von Googles eigener „Spectre“ Lösung „Retpoline“ erwartet, die die Auswirkungen von „Spectre“ auf die Performance auf ein Minimum reduzieren soll.