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Wenn Preis und Leistung zu überzeugen wissen: 1More In-Ear Triple Driver BT | igor´sLAB Review

Kopfhörer sind ein heikles Thema, wenn es um Qualität, Klang, Passform und Geschmack geht. Kaum ein anderes Hardwareteil wird so kritisch hinterfragt, wie Kopfhörer. Schließlich spielen eine Reihe an Faktoren mit, wenn es darum geht, seinen Lieblingskopfhörer zu finden.

Vor geraumer Zeit hat Igor für euch bereits den 1More Quad Driver (Modell E1010) für euch genauer unter die Lupe genommen (Review hier). Heute schaue ich mir für euch den 1More Triple Driver In-Ear BT (Modell E1001) im Detail an.

Kopfhörer sind ein heikles Thema, wenn es um Qualität, Klang, Passform und Geschmack geht. Kaum ein anderes Hardwareteil wird so kritisch hinterfragt, wie Kopfhörer. Schließlich spielen eine Reihe an Faktoren mit, wenn es darum geht, seinen Lieblingskopfhörer zu finden. Das reicht von der Passform, dem Gewicht, über den Tragekomfort, Bedienkomfort, Zusammenarbeit mit Geräten, bis hin zur Erscheinung. Dass ein Hersteller kaum den Geschmack aller potenziellen Käufer bedienen kann, ist hinlänglich bekannt.

1More schickt mit dem Triple Driver In-Ear jedoch ein Premiumprodukt ins Rennen, was gleichermaßen audiophile Menschen, wie auch Alltagsuser, die ein zuverlässiges Bluetooth-Headset suchen, ansprechen soll. Ich habe mir den Kopfhörer angeschaut und versucht herauszufinden, ob 1More mit dem 149 Euro teuren Triple Driver In-Ear an die Güte des Quad-Driver In-Ear anknüpfen kann.

Aufgrund der Unzugänglichkeit der Innereien (eine zerstörungsfreie Öffnung des Gerätes ist nicht möglich/ersichtlich), kann ich euch jedoch leider kein Teardown anbieten. Daher finden hier die Herstellereigenen Explode-View-Bilder und Skizzen ihren Weg hierher, um euch einen beispielhaften Einblick in die Technik zu geben.

 

Zunächst mal ein paar Eckdaten

Es handelt sich bei diesem In-Ear-Headset um einen Neckboom-Kopfhörer, der ein Nackenband als Halterung hat, in dem auch die Funkelektronik und der Akku sitzt. Die Treiber werden dann mittels zweier ca. 25cm langen Kabel zu den Ohren hin verlängert.

Gefunkt wird mit Bluetooth-Standard 4.2 (HFP, A2DP, AVRCP) mit Unterstützung der gängigen Musikübertragungsstandards AptX, AptX HD, AAC und als Besonderheit sogar Sony’s LDAC, der mit erstaunlichen 990 kbps überträgt. Interessant ist, dass auch Geräte ohne Chips von Qualcomm (AptX) oder Sony (LDAC) in den Genuss von latenzfreier und qualitativ hochwertiger Signalverarbeitung kommen! Damit soll auch die unverfäschte Übertragung von High-Resolution Audio (96kHz/24bit) ermöglicht werden.

  • Der Frequenzgang wird mit 20Hz bis 40kHz angegeben. die Treiber haben 32 Ohm Widerstand.
  • Die Maximallautstärke beträgt 99db (SPL) und erreicht in den Höhen sogar 103db (SPL).
  • Da der Kopfhörer auch zur Kommunikation verwendet werden kann, ist auch ANC (Active Noise Cancelling) an Bord.
  • Der Hersteller bezeichnet diese Technik auf seiner Produkthomepage als ENC (Enviromental Noise Cancellation).
  • Mit einem Gewicht von 42.5g ist der Kopfhörer ein echtes Leichtgewicht und Im Alltagsgebrauch kaum spürbar.
  • Die Gesamtspielzeit bei vollem Akku liegt bei 7 Stunden, die Ladezeit wird mit 1 Stunde angegeben.
  • Bereits mit 10 Minuten Ladezeit soll der Kopfhörer wieder 2 Stunden durchhalten.
  • Der Akku gönnt sich beim Aufladen 5 Watt Leistung, was bei der Grösse schon echt nicht wenig ist!

Die UVP des Kopfhörers liegt bei 149 USD resp. 149.00€ und gehört damit zum Einstieg in das hochpreisige Segment.

 

Verpackung

Die Verpackung kommt bereits edel daher: Ein stabiler Kartonframe schützt das Produkt, das im Inneren wiederum durch den modularen Verpackungsaufbau an die Verpackungskünste eines bekannten Tech-Herstellers aus Cupertino erinnert. Somit hat alles seinen Platz und fällt nicht irgendwo in der Verpackung herum. Man merkt gleich, dass 1More sich hier um eine premiummässige Darbeitung bemüht hat und damit auch nicht verkehrt liegt.

Das Verpackungsprinzip weiss jedenfalls zu gefallen, da hier kein Bröselstyropor oder anderes unnützes Verpackungsmaterial anfällt. Die magnetverschlossene Latch, die den, durch einen Klarsichtplastikdeckel geschützten Kopfhörer preisgibt, unterstreicht die Ambition, nicht billig zu wirken. Gut gemacht!

Verpackungsinhalt

  • Kopfhörer
  • USB-A <-> USB-C Ladekabel
  • 9 Paar Ohrpassstücke (6x Silikon, 3x Schaumstoff)
  • Quickstartanleitung
  • Aufkleber
  • Transporttasche

Es ist alles mit dabei, damit der Hörgenuss sofort losgehen kann. Auch der Kopfhörer ist ab Werk vorgeladen. Besonders gefällt die Auswahl an Ohrpassstücken. Damit wird 1More so ziemlich jedem Gehörgang gerecht. Da ich mich bisher stets gegen In-Ears gewehrt habe (mir wollen diese Kopfhörertypen meist nicht korrekt sitzen oder fallen gar raus!), bin ich natürlich neugierig, ob 1More mich hier überzeugen kann.

Aufbau

Wie bereits aus dem Produktnamen ersichtlich, verwendet der Hersteller bei diesem Kopfhörer ein 3-Komponentenprinzip, das sich wie folgt aufgliedert: eine PET-Hochtonkalotte, eine Metallkalotte aus Titanlegierung und eine Basskalotte aus PET. All diese Komponenten sitzen in einem Aluminiumgehäuse.

Zum Einen wird damit die hochfrequente Detailauflösung erreicht, Teifbass ist dem Kopfhörer aber auch nicht fremd. Ob das alles in diesem kleinen Gehäuse aber effizient umgesetzt wird, dazu mehr dann später im Hörtest. Der Neckboom ist aus schwarzem, rauen Silikon und vom Tragekomfort her ein Hautschmeichler. Die Bedienelemente und der Akku sitzen je in einem Plastikgehäuse, welches fließend in der Form in den Neckboom übergeht. Da gibt es also keine scharfen Kanten, die den Tragekomfort stören.

In dem Teil mit den Bedienelementen ist auch der Ladeanschluss untergebracht, welcher als USB-C-Anschluss ausgelegt ist. In der Verpackung liegt ein entsprechendes Kabel bei. Der Anschluss wird jedoch von einer etwas fummeligen Klappe geschützt, die auch nur mäßig solide ausgelegt ist. Von einem all zu ruppigen Umgang mit dieser Schutzklappe sollte abgesehen werden. Offenliegende Anschlüsse sind weder schön, noch ist es der Langzeithaltbarkeit zuträglich. Außerdem würde die Ästhetik des Headsets unter dem offenliegenden Anschluss leiden.

Ansonsten gibt es einen Powerschalter, eine Lautstärke-Wippe und einen Play-/Pausebutton, der auch zur Steuerung der Telefonie verwendet wird.