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Wärmeleitpaste trifft Fußballfeld – AMDs Ryzen Threadripper, die beste Methode und die richtige Menge im Laborversuch | Tutorial

Manchmal scheitern die besten Methoden an der größten Fläche und genau deshalb habe ich mich einmal intensiver mit der optimalen Methode auseinandergesetzt. Nun kann man ja mit “Try and Error” immer und immer wieder Paste erneut applizieren und dann aufwändig messen, denn man sieht ja mit aufgebrachtem Kühler gar nicht, wie sich die Paste in Wirklichkeit verteilt. Naja, wirklich nicht? Ich schon!

Die Idee dahinter war so simpel wie aufwändig und ich bin immer noch verblüfft, dass in all den Jahre der erbitterten Streits von Tütchen-, Kreditkarten- und Klecks-Methoden-Anhängern noch keiner auf die Idee gekommen ist, die Paste während des Verschraubens von Kühler und Befestigungs-Kit mal in Echtzeit und optisch zu überprüfen. Geht nicht? Doch, es geht, sogar recht simpel! Genau dafür habe ich mir mehrere universelle Kühlerböden fertigen lassen, und zwar aus 1,2 cm dickem Plexiglas! Verwindungssteif, völlig plan und vor allem eines: so richtig schön durchsichtig!

Böse Zufälle wollte ich ja auch ausschließen und so muss neben dem normalen Schraubendreher auch ein spezieller Drehmoment-Schraubendreher meines Lieblingswerkezugherstellers mit ans Werk, um auch den Anpressdruck besser reproduzieren zu können. Denn nur so haben die Bilder und Videos am Ende auch den Anspruch auf Vergleichbar- und Gültigkeit.

Ryzen Threadripper 1 und 2 vs. 3

Lassen wir mal die Diskussionen um die Chipsätze und Motherboards beiseite und widmen uns nur dem Sockel. Der wird nämlich, rein von den Abmessungen und Verschraubungen her, Gott sei Dank identisch bleiben, egal wie AMD das nun elektrisch noch aufhübscht, umkontaktiert oder auch nicht. Wichtig für uns, die Kühlung und letztendlich auch die Geschichte mit der Paste sin allein die Kühlerfläche und die auftretenden Hotspots, Die beiden untenstehenden Fotomontagen zeigen schön, wie das mal aussehen könnte und dass es bei der zu kühlenden Fläche und deren Positionierung eigentlich keinen signifikanten Unterschied gibt. Was jetzt passt, wird also auch im November passen. Gute Erkenntnis!

Viel Fläche für noch mehr Wärmeleitpaste (Video-Tutorial)?

Manche Dinge sind schnell gezeigt und erklärt, dafür aber nur aufwändig in Schriftform zu beschreiben. Deshalb habe ich dieses Video erstellt, welches die unterschiedlichen Methoden und Mengen schön veranschaulicht. Bei ca. 12 Minuten ist ein kurzer Ton-Unfall passiert, aber das war im Stress komplett untergegangen. Es stört nicht weiter, könnte aber weiche Gemüter vielleicht kurz erschrecken. Also bitte tapfer bleiben, es dauert nur einige Sekunden 🙂

Die fertige Fläche lässt kaum Wünsche offen und nach einigen Minuten erreicht die vorgewärmte Wärmeleitpaste auch die letzte Ecke.:

Wenn dieses Bild erneut auf die geöffnete CPU projiziert, dann sieht man, dass es alles wirklich optimal abdeckt:

Passend zum Thema kann ich schon mal den Test des neuen Alphacool XPX Aurora Pro Plexi Digital RGB anteasern, der hier mit Sicherheit kein schlechtes Bild abgeben sollte. Natürlich Wärmeleitpaste mit Spatel, alles andere wäre ja pure Blasphemie. 🙂

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Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.