TSMCs 7nm-Fertigung nicht ausgelastet – AMD wird es freuen

Bereits Globalfoundries stoppte dieses Jahr den Kampf im 7nm Rennen, unter anderem mit der Begründung, nicht genug Abnehmer zu finden. Laut DigiTimes soll TSMC nur eine Auslastung von 80-90 Prozent in ihrer 7nm Fertigung im Jahr 2019 erreichen...

Bereits Globalfoundries stoppte dieses Jahr den Kampf im 7nm Rennen, unter anderem mit der Begründung, nicht genug Abnehmer zu finden. Laut DigiTimes soll TSMC nur eine Auslastung von 80-90 Prozent in ihrer 7nm Fertigung im Jahr 2019 erreichen. Angeblich haben sowohl Apple als auch HiSilicon und Qualcomm alle ihre Bestellungen für das erste Halbjahr reduziert. Der Smartphone-Markt wächst auch nur bescheiden mit 1,4 Prozent im dritten Quartal 2018. Samsung verlor Marktanteile von 22,3 auf 18,9 Prozent, während Huawei von 9,5 Prozent auf 13,4 Prozent leicht zulegte.

Das erste Halbjahr im Halbleitermarkt ist generell schwächer gegenüber dem zweiten Halbjahr. Der totale Markt von Smartphones gegenüber PC-Verkäufen ist mit 389 Millionen verkauften Produkten deutlich größer als der PC-Markt mit 262,5 Millionen Einheiten. Dabei sollte beachtet werden, dass Produkte wie AMDs Epyc oder NVIDIA GPUs deutlich größere DIEs haben, dies aber nicht ausreicht, um die Abverkäufe aufwiegen zu lassen. Es wurden z.B. nur 52 Millionen GPUs im Jahr 2017 verkauft, die auch deutlicher größere DIEs aufweisen. Jedoch ist der Anteil an Smartphones durch die Menge signifikanter.

Die Frage hierbei ist, was das für die Konsumenten bedeutet. Generell ermöglicht die Nichtauslastung günstigere Preise durch höhere Kapazitäten. Produzenten tendieren dazu, ihre Produktion immer zu maximieren, wonach ein höheres Angebot günstigere Preise nach sich zieht. Der Produzent maximiert also seinen Gewinn, bei gleichzeitig günstigeren Preisen für den Konsumenten. Man könnte also davon ausgehen, dass sich die Preise im ersten Halbjahr deutlich reduzieren, oder zumindest geringer ausfallen als erwartet. Zusammen mit sinkenden Kosten für Arbeitsspeicher könnte diese Entwicklung Neuanschaffungen deutlich günstiger machen.

In dieses Schema passt dann auch das, was AMD aktuell an Produktoffensiven angekündigt hat, ohne dabei auf Kapazitätsgrenzen Rücksicht nehmen zu müssen. Einschließlich der kolportieren Preise. Intel wird’s wohl kaum freuen.

 

Quellen: Extremetech, Digitimes