Gaming Grafikkarten Testberichte

The Division 2 – Grafikkarten der Mittelklasse im Benchmark

Vergleich der Leistungs-Presets

Es stehen vier Stufen vorkonfigurierter Einstellungen zur Verfügung – von Low bis Ultra. Auch hier haben wir uns entschieden, die beiden aktuellen Microsoft-APIs DirectX 11 und DirectX 12 ebenfalls zu testen.

AMD Polaris

Die RX 580 ist mit den hohen Grafikeinstellungen noch zufrieden. Die RX 560 muss sich bereits mit den mittleren oder sogar niedrigen Einstellungen zufrieden geben, um ein akzeptables Spielerlebnis zu bieten. Zu beachten ist auch, dass mit Polaris-Karten die DirectX 12 API systematisch schneller ist als die DirectX 11 API.

NVIDIA Pascal

 

Die GTX 1060 6G kommt am besten mit dem High-Preset zurecht, obwohl die Ultra-Einstellung für niedrigere Ansprüche eventuell schon ausreichend ist, um ein gutes Spielerlebnis zu bieten. Die GTX 1050 Ti muss sich mit mittleren oder niedrigen Einstellungen zufriedengeben. Wenn man sich mit niedrigen Frameraten zufrieden gibt, sind auch hohe Einstellungen möglich. Der Ultra-Modus ist definitiv außer Reichweite. Im Allgemeinen bietet DirectX 12 bessere Frametimes.

CPU-, RAM-, VRAM-Auslastung

Betrachten wir nun, wie Division 2 die ihr zur Verfügung stehenden CPU-Ressourcen verwaltet. Die minimale Konfiguration erfordert einen Quad-Core-Prozessor, sodass unser Ryzen-Prozessor theoretisch komfortabel sein sollte. Wir haben mit SMT und in DirectX 11 und DirectX 12 in Full-HD getestet. Die Grafikeinstellungen bleiben unverändert. Wir haben auch die Framerate bei 60 FPS limitiert, um einen idealen Vergleich zwischen dem RX 580 und dem GTX 1060 6G zu erhalten.

Die RAM- und VRAM-Belegung ist mit der RX 580 in DirectX 12 höher.

Die Spiele-Engine skaliert recht gut mit der Anzahl an vorhanden Threads. Kein Thread scheint deutlich stärker belastet zu sein als die anderen. Die CPU-Auslastung scheint auf Nvidia-Grafikkarten generell etwas höher zu sein.

Diesmal ist das Spiel mit GeForce RAM-intensiver als mit Radeon, während die VRAM-Auslastung auf der Radeon immer noch höher ist als auf GeForce.

In DirectX 11 wird es immer schwieriger, da die CPU-Auslastung auf jeder Grafikkarte höher ist. Die globale CPU-Auslastung ist mit der GeForce immer höher, aber wir bemerken vor allem ein Ungleichgewicht in der Nutzung von Threads mit der Radeon-Karten: Zwei oder drei Threads scheinen stärker belastet zu sein als die anderen.

Multi-Core-Leistung

Was geschieht, wenn wir die Anzahl der Threads reduzieren: Wir haben uns eine Radeon RX 580 Gaming 8G von MSI genommen und mehrere Core-/Thread-Kombinationen mit unseren Ryzen 5 1600X unter DirectX 11 und DirectX 12 mit den gleichen Einstellungen wie bisher getestet. Es ist auch eine gute Möglichkeit, die Auswirkungen von SMT auf die Leistung zu sehen.

 

Überraschung! Unser Ryzen 5 1600X bietet die beste Leistung mit nur sechs oder acht Threads in DirectX 11 oder DirectX 12. Schlimmer noch: In DirectX 11 führt die Aktivierung des SMTs jedes Mal zu einem Leistungsabfall! Man sollte also nicht zögern SMT/HT zu deaktivieren, wenn in DirectX 11 gespielt werden soll, um etwas höhere Bildraten zu bekommen.

Bonus-Benchmark – High-End-Grafikkarten treffen Midrange-CPU 

Als Bonus haben wir The Division 2 noch auf unserer Midrange-Plattform (Vorsicht die CPU limitiert die Leistungsfähigkeit bei den schnelleren Grafikkarten) mit einer breiten Palette von Radeon- und GeForce-Karten getestet. Von Einstiegskarten bis hin zu den leistungsstärkeren RTX-Karten und der Radeon VII ist alles dabei. Der Test wurde unter DX12 bei Ultra-Einstellungen in einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln durchgeführt.

Preis

Tom Clancy's The Division 2 (PC)

delfitec.delagernd - 1-2 Werktage*34,95 €*Stand: 16.09.19 02:21
Saturn.deauf Lager (Onlineshop)34,99 €*Stand: 16.09.19 02:24
saturnsiehe Shop34,99 €*Stand: 16.09.19 02:20
*Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt zzgl. Versandkosten und ggf. Nachnahmegebühren, wenn nicht anders beschriebenmit freundlicher Unterstützung von www.geizhals.de

Fazit

Division 2 beseitigt einige Probleme des Vorgängers. Beispielsweise gibt es ein gutes Multithreading und eine gute Radeon-Performance. Einige Mängel bleiben jedoch bestehen, insbesondere bei der Verwaltung vieler Threads, womit die Engine des Spiels nicht so gut zurechtkommt. Daher ist es manchmal notwendig SMT zu deaktivieren (insbesondere in DX 11), um die Leistung zu verbessern. Auch wird relativ viel Grafikspeicher benötigt.

In den meisten Fällen ist die DirectX 12 API schneller, aber in einigen Fällen lohnt es sich auf DirectX 11 umzustellen, um die VRAM-Auslastung bei kleineren Modellen zu reduzieren (womit wiederum eine bessere Performance durch die Deaktivierung von SMT erreicht werden kann). Die Anzahl der verfügbaren Grafikoptionen ermöglicht es, die Last des Grafikprozessor so anzupassen, dass entsprechende Bildratenziele ohne viel Aufwand erreicht werden können.

 

Übersetzt und bearbeitet von Paul Stanik