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Powercolor RX 5700 XT Red Devil im Test – Kraft ist Masse mal Beschleunigung

Powercolor setzt mit der RX 5700 XT Red Devil eine ordentliche Duftmarke - sowohl bei der Leistung und dem massiven Kühler als auch beim Preis. Dazu gibt es umschaltbar ein Silent-BIOS, das seinem Namen wirklich alle Ehre macht. Aber ich will ja nicht spoilern, sondern testen. Also lest am besten selbst.

Wie ärgert man seine Mitbewerber am ehesten? Indem man eindrucksvoll zeigt, wer die Längste und Größte hat. Und wenn man dann noch beim Preis etwas verhaltener bleibt und dafür mit Features punkten kann, dann verkauft sich ein Produkt fast schon von selbst. Zu viel Lob vorab? Ehre, wem Ehre gebührt, aber Ihr habt schon recht. Das gehört dann später in die Zusammenfassung. Jetzt steht erst einmal wie immer der Test des Produktes im Vordergrund.

Um das Ganze ein wenig übersichtlicher zu gestalten und auch etwas mehr auf den Punkt zu bringen, habe ich die Gliederung der Artikel zwar weitgehend beibehalten, setze aber nun mehr auf Tabellen mit übersichtlicher Darstellung der Ergebniswerte und Spezifikationen, die später auch einen besseren Vergleich der Karten untereinander gewährleisten.

 

 

Technische Daten und Bildergalerie

Das Design lehnt sich an ältere Versionen an und ist doch neu. Dazu zählen die LED-Applikationen an der Karte und der Oberseite samt beleuchtetem Schriftzug und dem hintergrundbeleuchteten Logo in der Backplate. Der Rest besteht aus Kühlkörper und Kunststoff, sowie einem 3-Lüfter-Design.

Passend dazu die versprochene Übersicht der wichtigsten Features

Länge (Außenkante Slotblende bis Ende der Karte) 30,0 cm
Einbauhöhe (Oberkante PCIe-Slot bis Oberseite der Karte) 12,5 cm
Einbautiefe vorn (Kühleraufbau bis Platinenunterseite) 4,57cm
Einbautiefe hinten (Platine bis Außenseite der Backplate) 0,5 cm
Gewicht 1248 g
Kühlerabdeckung Anthrazit
ABS Spritzguss
LED (Logo, Lichtstreifen)
Ausgänge 3x DisplayPort 1.4
1x HDMI 2.0
Besonderheiten Dual-BIOS mit Silet-Mode

Einen ersten Überblick zu den weiteren technischen Daten verschafft uns GPU-Z:

Die Tabelle gibt noch einmal einen schönen Überblick über die restlichen technischen Daten der aktuellen und der älteren Vergleichsmodelle:

Karte AMD Radeon
RX 5700 XT
Powercolor RX 5700 XT
Red DEvil
AMD Radeon
Vega 64
AMD Radeon
RX 5700
AMD Radeon
Vega 56
Architektur (GPU) Navi 10 Navi 10 Vega 10 Navi 10 Vega 10
CUDA Kerne / SP 2560 2560 4096 2304 3584
(40 CU) (40 CU) (64 CU) (36 CU) (56 CU)
Textureinheiten 160 160 256 144 224
Textur-Füllrate (Gtexels/s) 304.8 326.2 395,8 248,4 330
Basis-Takt (MHz) 1605 1419 1274 1465 1156
Boost-Takt (MHz) 1755 (typisch)
1905 (max.)
2039 (max.) 1546 1625 (typisch)
1725 (max.)
1471
Speicher 8 GB GDDR6
14 Gbps
8 GB GDDR6
14 Gbps
8 GB HBM 8 GB GDDR6
14 Gbps
8 GB HBM
Busbreite (Bit) 256 256 2048 256 2048
Speicherbandbreite (GB/s) 448 448 483,8 448 410
ROP 64 64 64 64 64
L2-Cache 4 MB 4 MB 4 MB 4 MB 4 MB
TGP/TBP 225 W 250 W 295 W 185 W 210 W
Mrd. Transistoren 10,3 10,3 12,5 10,3 12,5
Die-Fläche (mm²) 251 251 495 251 486
Node 7 nm 7 nm 14 nm 7 nm 14 nm
MultiGPU DX12/Vulkan DX12/Vulkan CF DX12/Vulkan CF

 

Testsystem und Messmethoden

Das Testsystem und die -methodik ist bekannt, aber da ich mittlerweile hier in Deutschland unabhängig teste, wurde das Testsystem auch noch einmal aufgerüstet, ohne auf die ehemaligen US-Kollegen Rücksicht nehmen zu müssen.

Interessierten bietet die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick:

Testsysteme und Messräume
Hardware:
Intel Core i9-9900 KF
MSI MEG Z390 ACE
2x 8GB KFA2 HoF DDR4 4000
1x 1 TByte Patriot Viper (NVMe System SSD)
1x Seagate FastSSD Portable USB-C
Seasonic Prime 1200 Watt Titanium Netzteil
Kühlung:
Alphacool Eisblock XPX
5x Be Quiet! Silent Wings 3 PWM (Closed Case Simulation)
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Gehäuse:
Lian Li PC-T70 mit Erweiterungskit und Modifikationen
Modi: Open Benchtable, Closed Case
Monitor: Eizo EV3237-BK
Leistungsaufnahme:
berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
direkte Spannungsmessung an den jeweiligen Zuführungen und am Netzteil
2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph mit Speicherfunktion
4x Rohde & Schwarz HZO50, Stromzangenadapter (1 mA bis 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, Tastteiler (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Thermografie:
1x Optris PI640, 2x Xi400 Infrarotkameras
Pix Connect Auswertungssoftware mit Profilen
Akustik:
NTI Audio M2211 (mit Kalibrierungsdatei)
Steinberg UR12 (mit Phantomspeisung für die Mikrofone)
Creative X7, Smaart v.7
eigener reflexionsarmer Messraum, 3,5 x 1,8 x 2,2 m (LxTxH)
Axialmessungen, lotrecht zur Mitte der Schallquelle(n), Messabstand 50 cm
Geräuschentwicklung in dBA (Slow) als RTA-Messung
Frequenzspektrum als Grafik
Betriebssystem Windows 10 Pro (1903, alle Updates), Treiber aktuell

 

 

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Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.