Nvidias RTX als Custom Modelle bereits auf der Gamescom (zum Angucken), Pascal bleibt auch (vorerst und teilweise)

Normalerweise stellt Nvidia nun schon seit einigen Generationen zunächst immer die hauseigenen Referenz-Modelle bzw. die Founders Edition in den Mittelpunkt der jeweiligen Launches, während die Bordpartnerkarten (meist als Mockup oder Vorserienprodukte) erst Wochen später zumindest optisch folgen durften. Das soll diesmal komplett anders ablaufen, wenn man einigen Boardpartnern Glauben schenken darf.

So habe Nvidia bereits fertige Muster dieser Hersteller „eingesammelt“, wobei den Absendern nicht klar war, wo diese dann eingesetzt würden, weil sich der Adressat diesbezüglich noch in Schweigen hülle.

Man hätte diese sehr frühen Muster an Nvidia geschickt und freue sich bereits auf Seiten der Hersteller „riesig“ auf das Event. Wobei mir alle Quellen versichert haben, dass es sich um Vorabmuster handele, jedoch nicht um verkaufsfertige Retail-Samples aus der eigentlichen Massenproduktion. Mehr durfte man aber nicht sagen, leider.

Somit kann man über einen möglichen Zeitpunkt des echten Hard-Launches dieser Boardpartner-Karten auch nur spekulieren, da an allen Fronten das NDA eisern eingehalten wird und diesmal auch die Boardpartner unter einem besonderen Druck zu stehen scheinen.

Und Pascal? Auf meine persönliche Frage an einige Verantwortliche bei Nvidia und PNY im Rahmen der Siggraph 2018 in Vancouver, erhielt ich die deckungsgleiche Auskunft, dass die aktuelle Quadro-Serie mit den Karten zwischen der Quadro P400 bis Quadro P6000 vorerst unverändert weiterlaufen würde.

Was im Umkehrschluss wohl auch darauf schließen lässt, dass zumindest einiger der Pascal-Chips entweder noch weiterproduziert werden bzw. noch in ausreichender Stückzahl vorrätig sind. Diese Entscheidung ergibt durchaus einen Sinn, denn für reine Visualisierungen reicht auch das Quadro-P-Portfolio mangels echter Alternativen noch locker aus.

Außerdem hat ja AMD mit der Radeon Pro WX8200 unlängst erst eine neue Workstation-Grafikkarte mit dem kleineren Vega56-Chip gelauncht, weil man abseits der ganzen neuen Vorabankündigungen durchaus noch seine Marktchance sieht, vor allem bei externen GPU-Lösungen in netten Boxen. Somit ist eine Parallelveranstaltung mit „herkömmlichen“ Grafiklösungen durchaus vorstellbar, während die RTX-Karten anfangs sicher eine eher spezielle Klientel befriedigen werden dürften. Zumindest im Workstation-Bereich.

Bei den Einsteiger-Modellen unterhalb der aktuellen GeForce GTX 1060 wird wohl ebenfalls erst einmal das Pascal-Portfolio bestehen bleiben. Unklar ist lediglich, um neu gelabelt wird oder nicht. Ich denke mal (bzw. hoffe es), dass die Gamescom diesbezüglich neue und handfestere Informationen bieten kann und wird.

Bis dahin gilt wie immer: Füße stillhalten und abwarten! Vielleicht sind wird dann ja auch alle von den Socken, mal sehen…

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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