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NVIDIA Quadro RTX findet den Weg in Notebooks

Im Rahmen der Computex ’19 hat NVIDIA seine mobile RTX-Grafikmodule für den professionellen Markt vorgestellt und möchte mit den neuen Laptops aus der „Studio“ Produktreihe vor allem Kreativschaffende überzeugen. Die 15- und 17-Zoll großen Geräte profitieren von der Turing-Architektur, greifen teilweise auf eine künstliche Intelligenz zurück und beschleunigen so professionelle Anwendungen.

Nvidia-Studio-Laptops-01[igorslab]

Je nach Ausführung bieten die Quadro RTX Modelle einen doppelt so großen Speicher wie die RTX-Grafikeinheiten und sind in der Lage den zertifizierten NVIDIA Quadro-Treiber zu nutzen, der wiederum Anwendungen von Adobe oder Blackmagic Design – beispielsweise Davinci Resolve – beschleunigt. Hinter den „Studio Treibern“ wiederum verbergen sich bereits bekannte „Creator Treiber“. Sie sind vergleichbar mit den Game Ready Treiber für GeForce-GPUs, adressieren jedoch eben professionelle Anwendungen, darunter das Videoschnittprogramm Premiere Pro und Adobe After Effects.

Nvidia-Studio-Laptops-02[igorslab]

Das Flagship der neuen mobilen Profi-GPUs stellt die Quadro RTX 5000 mit 16 GByte GDDR5-Videospeicher dar. Unter der Haube bzw. dem Heatspreader verbergen sich 3.072 Shader-Einheiten sowie ein 256-Bit-Interface. Das kann, muss aber nicht, auf einen TU104-Chip hindeuten. Ähnlich wie bei der kleineren Grafikeinheit Quadro RTX 4000 kann die thermische Verlustleistung durch die OEMs wahlweise zwischen 80 und 110 Watt reguliert werden. Die Quadro RTX 4000 greift auf 2.560 ALUs sowie 8 GByte DDR5-Grafikspeicher zurück, während die noch leistungsschwächere Quadro RTX 3000 nur 2.304 Recheneinheiten und an einem 192-Bit-Interface mit 6 Gbyt GDDR6 bietet. Zugleich ist sie mit 60 Watt bis 80 Watt auch geringfügig sparsamer als die großen Modelle.

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Als GeForce GTX 1650 im Business-Anzug können die beiden Quadro T2000 und Quadro T1000 Modelle bezeichnet werden. Sie setzen auf 1.024 sowie 896 Shader-Einheiten, ein 128-Bit-Interface und 4 GByte GDDR5-Videospeicher. Jedoch fehlen den Grafikeinheiten die RT- und Tensor-Cores.

Als einer der ersten Partner hat Razer neue Laptops mit den neuen NVIDIA Quadro RTX GPUs angekündigt. Die Razer Blade Studio Edition wird in der Farbe „Mercury White“ angeboten und lehnt sich beim Design an bekannte Apple-Produkte an. Bei der Hardware gibt es keine Überraschungen, den vieles gibt NVIDIA den Partnern vor: Neben der Bildschirm-Größe von 15 oder 17 Zoll sowie einer Auflösung von 1080p oder 4K, müssen die Laptops auch mindestens 16 GByte Arbeitsspeicher aufweisen. Die Kapazität der Festplatte muss 512 GByte oder mehr betragen. Als CPU ist ein Intel Core-i7 der 9. Generation mit sechs Kernen zu verbauen. Ob NVIDIA auch Vorgaben bei der Akkukapazität, den Anschlussmöglichkeiten oder weiteren Spezifikationen macht, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Fragwürdiger Weise bewirbt Razer in der entsprechenden Pressemeldung auch den externen PCIe-Anschluss „Razer Core X“. Da damit aber kein NVLink möglich ist, hinterlässt das einen faden Beigeschmack und den Eindruck, als wären die neuen Quadro RTX Modelle nicht leistungsstark genug. Ob das der Fall ist, müssen unabhängig Tests in den kommenden Monaten zeigen.

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Jakob Ginzburg

Redaktion | Geschäftsführung | Vermarktung

Meistens eher im Hintergrund unterwegs, kümmere ich mich um den Geschäftsbetrieb und schreibe hin und wieder News sowie Reviews.