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Nvidia GeForce RTX 2080 und RTX 2080 Ti im Test – Gaming, Turing-Benchmarks und neue Erkenntnisse

Die Platine der kleinen Schwester GeForce RTX 2080 sieht da im Vergleich schon etwas aufgeräumter aus. Auch die Spannungsversorgung ist deutlich konventioneller  gehalten, denn es handelt sich um Design mit echten 8 (GPU) + 2 (Speicher) Phasen. Das ist kein Hexenwerk, aber mit den eingesetzten Komponenten genauso clever gelöst, wie bereits bei der GeForce RTX 2080 Ti. Insgesamt sechs Phasen werden aus den externen PCIe-Anschlüssen gespeist, zwei aus dem Mainboard-Slot  Gleich bleibt, dass sich der PWM-Controller für den Speicher auf der Oberseite befindet,…

…während sich der für die GPU wieder auf der Rückseite versteckt. Die Positionierung der beiden Phasen für den Speicher erkennt man wieder anhand der größeren Induktivitäten der beiden Spulen.  Die Rückseite ist etwas aufgeräumter, wirkt aber immer noch arg zugepflastert. Man sieht auch, dass der Sockel der GPU deutlich kleiner ausgefallen ist. Die Details zu den Komponenten gibt es gleich.

Spannungsversorgung der GPU

Der recht neue uP9512 auf der Rückseite wird auch diesmal als 8-phasiger PWM-Controller eingesetzt, der speziell für die Bereitstellung hochpräziser Ausgangsspannungssysteme für GPUs der neuesten Generation entwickelt wurde. Der uP9512 verfügt über programmierbare Ausgangsspannungs- und Aktivspannungs-Positionierungsfunktionen, um die Ausgangsspannung in Abhängigkeit vom Laststrom einzustellen, so dass er optimal für einen guten Laststromübergang positioniert ist.

Der uP9512 unterstützt NVIDIA Open Voltage Regulator Typ 4i+ mit PWMVID-Funktion. Der PWMVID-Eingang wird gepuffert und gefiltert, um eine sehr exakte Referenzspannung zu erzeugen. Die Ausgangsspannung wird dann präzise auf den Referenzeingang geregelt. Die integrierte SMBus-Schnittstelle bietet genug Flexibilität, die Leistung und Effizienz zu optimieren und auch die passende Software anzubinden. Der Controller unterstützt auch neue Smart-Power-Stage-Chips (SPS). Passende SPS liefern dann sehr genaue Informationen über z.B. Ströme (IMON) und Temperaturen (TMON).

Wichtiges Feature ist zudem die flexible Hardware-Vorgabe, um die Betriebsphasenzahl in verschiedenen Laststromzuständen anzupassen. Dazu kommen Soft-Start zur Vermeidung von Spitzen, Kanalstrombegrenzung, Unterspannungsschutz, Überspannungsschutz und Power Good Output. Alle 8 Spannungswandler-Kreise sind mit dem kleineren FDMF 3160 von ON Semiconductor bestückt, einem PowerTrench® MOSFET und Äquivalent zum Original von Fairchild, welches aber kaum dokumentiert ist.

Bei den Spulen setzt man wiederum auf die üblichen gekapselten Ferrit-Kern-Spulen, die jedoch diesmal rechteckig ausfallen, um mit den schmaleren Seiten in der vertikalen Aufreihung der Spulen mehr Platz für die hohe Anzahl der Spannungswandler-Kreise zu schaffen.

Spannungsversorgung des Speichers

Das Label auf dem Speicher weist diesen, wie auch auf der GeForce RTX 2080 Ti, als MT61K256M32 von Micron aus. Dabei handelt es sich um 8GB GDDR6 SGRAM-Module (2 Channels x 256 Meg x 16 I/O, 2 Channels x 512 Meg x 8 I/O), die mit einer Bandbreite von 14Gb/s aufwarten. Da insgesamt acht Module verbaut sind, ergibt sich auch der Speicherausbau von 8 GB.

Die drei Phasen der Spannungswandler werden, wie schon die GPU, von einem uP9512 im dreiphasigen Layout bereitgestellt. Es kommen mit den drei FDMF 3160 auch die gleichen SPS zum Einsatz. Die Spulen fallen mit 470 mH bei der Induktivität etwas größer aus, sind aber von den Außenabmessungen her komplett identisch.

     

 

Sonstige Details

Die Eingangsfilterung erfolgt über drei 1-μH-Spulen, wobei in jedem der drei Anschluss-Leitungen jeweils ein passender Shunt liegt. Die ist ein sehr niederohmiger Widerstand zu dem parallel der Spannungsabfall gemessen und an die Telemetrie weitergegeben wird. So kann man die Board-Power ziemlich genau auf das begrenzen, was Der Hersteller als Rahmen für die Gesamtleistungsaufnahme bzw. den jeweiligen Versorgungsstrang vorgegeben hat. Die Silberstift-Fraktion wird sicher schon nervös zucken.

Die Karte verfügt über ein Single-BIOS. Schade, aber man kann nun mal nicht alles haben. Somit suchen wir auch nach dem Umschalter vergeblich. Es gibt logischerweise keinen.

 

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Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.