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Nvidia GeForce RTX 2080 Ti im großen Effizienz-Test von 140 bis 340 Watt | igorsLAB

Wichtige Vorbemerkung und Setup

Am Anfang stand natürlich die Überlegung, wie ich das Ganze möglichst reproduzierbar und plausibel messen soll. Nehme ich nun einen Mix aus mehreren Spielen oder doch besser nur eines mit konsistenten Ergebnissen und dafür einer längeren Laufzeit? Am Ende habe ich mich nach vielen Versuchen für Letzteres entschieden, denn es bildet auch unterschiedliche Lasten über einen längeren Zeitraum noch verlässlich ab. Die in 20-Watt-Schritten abgestufte Leistungsaufnahme hätte mir fast das Genick gebrochen, denn es ist wirklich der Durchschnittswert über die gemessen 170 Sekunden in Metro Last Light (Redux) und keine bloße Momentaufnahme.

Um das so genau hinzubekommen, waren unzählige Durchläufe nötig, wobei ich mir die Verlaufskurve eines Benchmarks genommen habe, um mich durch ein Abschätzen wenigstens schneller anzunähern und heranzutasten. Der Rest war aber trotzdem pures Try and Error und so hat der gesamte Test für nur eine Karte dann doch zwei ganze Tage gekostet. Aber ich denke mal, dass es sich gelohnt hat. Was mir dabei auch wichtig war, war das Vermeiden jeglicher thermischer Limits und Beeinflussungen, so dass ich konstant unter 36 °C für die GPU bleiben konnte, um stets den höchsten Boost-Step zu erreichen.

Am Ende lief alles wieder auf das VGA-Testsystem mit dem Core i7-8700K @5 GHz hinaus, wobei der DDR4-Speicher auf 4 GHz lief. Und ich habe Metro Last Light (Redux) auf Ultra-HD und maximierten Settings laufen lassen, um maximale GPU-Last zu erzeugen. Die CPU samt Unterbau kann man somit als limitierenden Faktor getrost ausschließen. Das muss als Einführung reichen und wir kommen nun gleich zu den Ergebnissen, die so einige interessante Erkenntnisse vermitteln.

Den Speicher der Karte habe ich mit 2150 MHz statt 1750 MHz laufen lassen, um auch hier Flaschenhälse beim Übertakten etwas abzumildern. Diverse Stabilitätsprobleme haben allerdings hier das Limit beim Speicher-OC auf 400 MHz Zugabe gesetzt, denn es ginge zwar auch mehr, aber der Speicher wird dann auch zunehmend unberechenbar.

 

Performance und Takt unter Maximallast zwischen 140 und 340 Watt

Wir sehen im Kurvendiagramm sehr schön, dass FPS und 99. Perzentil ab ca. 240 bis 260 Watt anfangen, nicht mehr so toll mit dem gemittelten Takt zu skalieren, der über den kompletten Leistungsaufnahmebereich noch fast linear ansteigen kann. Was man zudem auch noch schön erkennen kann, ist der Umstand, dass der Boost-Takt nach oben hin im direkten Vergleich dann doch etwas einbricht. man hätte das Spielchen natürlich auch noch weiter nach oben treiben können, aber das wird dann reichlich unproduktiv.

Warum ich das schreibe, zeigt das Balkendiagramm fast noch schöner als die Verlaufskurven. Ich habe in diesen Test auch einmal meine gewässerte GeForce GTX 1080 Ti mit ins System gehängt und war dann doch reichlich enttäuscht. Mit dem 280-Watt-Setting erreiche ich ebenfalls 2 GHz stabil als Durchschnittswert über den gesamten Run, also das, was die GeForce RTX 2080 Ti bei 340 Watt auch schafft. Aber am Ende sortiert sich sich mit dieser Leistungsaufnahme exakt dort ein, wo die GeForce RTX 2080 Ti mit ca. 160 Watt auskommt. Das wiederum war mehr als nur ernüchternd. Aber ich werde auf der nächsten Seite auch noch einen Effizienzvergleich zu Pascal ziehen, versprochen.

Das Verlaufsdiagramm für die durchschnittlichen FPS belegt, dass es keine wirklichen Ausreißer über die gesamte Teststrecken hin gab. Die jeweiligen Extremwerte decken sich bei jeder Karte.

Man sieht das Ganze auch sehr schön anhand der Perzentile, denn das 99. Perzentil allein macht ja auch noch nicht vollumfänglich glücklich.

Die Frametimes sind immer eine interessante Geschichte, jedoch ist hier das Kurvendiagramm aufgrund der vielen Einträge reichlich unübersichtlich. Doch dafür gibt es Abhilfe auf der nächsten Seite, wo ich für jedes Setting und die GeForce GTX 1080 Ti noch einmal alle Einzelgrafiken mit eingefügt habe.

Aber auch das Balkendiagramm für die Frametime-Sektoren bietet einige interessante Inhalte. Vor allem erkennt man schön, dass hier der Bereich unterhalb 22,22 ms fast schon linear wächst, wären der Anstieg der extrem kurzen Renderzeiten von unter 16.66 ms eher gering ausfällt.

Das wirkt sich natürlich auch auf die Empfindung der Glätte und des „runden“ Ablaufs aus. Vor allem bei niedrigen Frameraten unter 60 FPS sieht man diese Unterschiede auch subjektiv noch von Stufe zu Stufe deutlicher, als es einem eigentlich lieb sein kann.

Für die Einzelgrafiken und die Zusammenfassung müsst Ihr jetzt nur noch einmal umblättern.

 

 

 

 

 

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Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.