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Neue SSDs mit PCIe 4.0 kündigen sich an

Nicht nur Grafikkarten profitieren von der verdoppelten Bandbreite, die mit dem neuen PCIe-Standard einherkommt, sondern auch Datenspeicher, wie moderne M.2-SSDs, die über das NVMe-Protokoll deutlich bessere Performancewerte erreichen können.

Höhere Datenrate fürs Volk

Sowohl von Gigabyte als auch von Corsair gibt es neue NVMe-SSD, die mit dem neuen PCIe-Standard zwar noch nicht die Fahnenstange der maximal möglichen Transferrate erreichen, sich jedoch mit bis zu 5000 MB/s beim Lesen und 4400 MB/s Schreiben von älteren SSDs, die noch auf PCIe 3.0 setzen, deutlich absetzen können. Die neuen SSDs erreichen beim zufälligen Lesen und Schreiben bis zu sagenhaften 750.000 IOPS. Um solche Geschwindigkeiten zu erreichen, wird ein neuer Controller mit dem Namen Phison PS5016- E16 verwendet und die SSDs mit einem passiven Kühlkörper versehen. Er kann im Vergleich zu den üblichen vier Kanälen jedoch acht ansprechen und unterstützt Speichermengen von bis zu 2 TB. Für die unten aufgelisteten SSDs ist zudem die neue PCIe-Infrastruktur notwendig, da sich sonst die Geschwindigkeit nicht abrufen lässt – vorerst sind diese Geschwindigkeiten also einem Ryzen-3000-System vorbehalten.


Gigabyte Aorus NVMe Gen4

Der Kühler der Aorus SSD besteht vollständig aus Kupfer, was eine höhere Wärmeleitfähigkeit als das eher übliche Aluminium besitzt, jedoch auch die Abmessungen mit 80,5 x 11,4 x 23,5 mm³ leicht erhöht. Die neue SSD erreicht Datenübertragungsraten von bis zu 5000 MB/s beim Lesen und 4400 MB/s beim Schreiben. Beim zufälligen Lesen und Schreiben erreicht sie bis zu 750.000/ 700.000 IOPS. Angeboten wird sind in Kapazitäten von einem und zwei Terrabyte. Dabei kommt üblicher TLC-NAND zum Einsatz, der jedoch in einem neuen Herstellungsprozess aus der 96-Layer-Generation für hohe Speicherdichten sorgt. Außerdem wird DDR4-RAM für das Caching verwendet. Beim Lesen und Schreiben steigt jedoch die Verlustleistung auf 6,5 W bzw. 6,6 W an. Im Leerlauf ist sie mit 21 mW extrem sparsam.


Corsair Force MP600

Die Force MP6000 kommt ebenfalls mit einer passiven Kühlung und erreicht Datenraten von bis zu 4950 MB/s beim Lesen und 4250 MB/s beim Schreiben, die etwas unterhalb der Angaben von Gigabyte liegen. Die SSD verwendet ebenfalls TLC-NAND. Außerdem gibt es bis zu fünf Jahre Garantie.


Galax HOF Pro

Auch von Galax gibt es ein neues Flaggschiff, welches auch auf den Phison PS5016-E16 als Controller setzt und damit Datenübertragungsraten beim sequentiellen Lesen und Schreiben von 4800 MB/s und 4000 MB/s erreicht. Sie soll in Kapazitäten von 1 TB und 2 TB angeboten werden.


Quelle: Computex