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MSI GeForce RTX 2080 Ti Gaming X Trio im Test – dicke Backen, cooler Auftritt

MSI hat mit der GeForce RTX 2080 Ti Gaming X Trio ordentlich vorgelegt und stellt sein eigenes, neues Grafikkartendesign vor. Dabei setzt MSI von Anfang an auf ein echtes Custom-Design und einen eigenen Kühler mit drei Lüftern (2x 9,5 cm und 1x 8,5 cm) sowie mit den obligatorischen RGB-Effekten. Sie ist mit dem TU102 bestückt, verfügt über 11 GB GDDR6 Grafikspeicher und bietet ansonsten alles, was wir bereits auch schon vom Referenzdesign her kennen.

Die knapp 1,6 kg schwere Karte ist stolze 32,5 cm lang, misst von Oberkante Slotblende bis Oberkante Grafikkartengehäuse knapp 13,5 cm und ist 5,3 cm dick. Dazu kommen dann noch einmal 0,5 cm für die silberne Backplate. Damit kann sie bei zu kleinen Gehäusen bereits an Platzprobleme stoßen Die Abdeckung besteht aus Kunststoff mit optischen Akzenten wie z.B. die RGB Beleuchtung, die sich aber per Treiber regeln und auch abschalten lässt. Das beinhaltet auch das GeForce-Logo auf der Oberseite.

MSI liefert die Karte mit drei externen ATX-Spannungsversorgungsanschlüssen aus: mit zwei 8-Pin und einer 6-Pin-Buchse. Letztere muss laut Hersteller ebenfalls angeschlossen werden, obwohl es technisch gesehen eigentlich überflüssig ist. Alle bisherigen Turing-Karten mit dem TP102 erreichten nämlich auch mit OC und Anhebung des vorgegebenen Power Targets keine 350 Watt Leistungsaufnahme für die gesamte Karte. Doch dazu später mehr. Der Screenshot von GPU-Z gibt uns einen ersten Eindruck:

Technische Daten und Vergleichskarten

Zum Abschluss dieser Einführung noch einmal die Karten der neuen und die der alten Generation im direkten tabellarischen Vergleich:

  MSI GeForce
RTX 2080 Ti
Gaming X Trio
Nvidia GeForce
RTX 2080 Ti
FE
Nvidia GeForce
RTX 1080 Ti
FE
Nvidia GeForce
RTX 2080
FE
Nvidia GeForce
RTX 1080
FE
Architektur (GPU)
Turing (TU102) Turing (TU102) Pascal (GP102) Turing (TU104) Pascal (GP104)
CUDA-Cores
4352 4352 3584 2944 2560
Peak FP32 Compute
14.2 TFLOPS
14.2 TFLOPS 11.3 TFLOPS 10.6 TFLOPS 8.9 TFLOPS
Tensor-Cores
544 544 Keine 368 Keine
RT-Cores
68 68 Keine 48 Keine
Textureinheiten
272 272 224 184 160
Basis-Takt
1350 1350 MHz 1480 MHz 1515 MHz 1607 MHz
Boost-Takt
1750 1635 MHz 1582 MHz 1800 MHz 1733 MHz
Speicher
11GB GDDR6 11GB GDDR6 11GB GDDR5X 8GB GDDR6 8GB GDDRX5
Speicherbus
352-bit 352-bit 352-bit 256-bit 256-bit
Speicherbandbreite
616 GB/s 616 GB/s 484 GB/s 448 GB/s 320 GB/s
ROPs
88 88 88 64 64
L2 Cache
5.5MB 5.5MB 2.75MB 4MB 2MB
TDP
330W 260W 250W 225W 180W
Transistoren
18.6 Mrd. 18.6 Mrd. 12 Mrd. 13.6 Mrd. 7.2 Mrd.
Chipgröße
754 mm² 754 mm² 471 mm² 545 mm² 314 mm²
SLI-Support
Ja (x8 NVLink, x2) Ja (x8 NVLink, x2) Ja (MIO) Ja (x8 NVLink) Ja (MIO)

 

Testsystem und Messmethoden

Das neue Testsystem und die -methodik haben wir im Grundlagenartikel “So testen wir Grafikkarten, Stand Februar 2017” (Englisch: “How We Test Graphics Cards“) bereits sehr ausführlich beschrieben und verweisen deshalb der Einfachheit halber jetzt nur noch auf diese detaillierte Schilderung. Wer also alles noch einmal ganz genau nachlesen möchte, ist dazu gern eingeladen. Allerdings haben wir CPU und Kühlung erneut verbessert, um für diese schnelle Karte mögliche CPU-Flaschenhälse weitgehend auszuschließen.

Interessierten bietet die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick:

Testsysteme und Messräume
Hardware:
Intel Core i7-6900K @4,5 GHz
MSI X99S XPower Gaming Titanium
G.Skill TridentZ DDR4 3600
1x 1 TByte Toshiba OCZ RD400 (M.2, System SSD)
2x 960 GByte Toshiba OCZ TR150 (Storage, Images)
Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Kühlung:
Alphacool Eisblock XPX
5x Be Quiet! Silent Wings 3 PWM (Closed Case Simulation)
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Gehäuse:
Lian Li PC-T70 mit Erweiterungskit und Modifikationen
Modi: Open Benchtable, Closed Case
Monitor: Eizo EV3237-BK
Leistungsaufnahme:
berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
direkte Spannungsmessung an den jeweiligen Zuführungen und am Netzteil
2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph mit Speicherfunktion
4x Rohde & Schwarz HZO50, Stromzangenadapter (1 mA bis 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, Tastteiler (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Thermografie:
Optris PI640, Infrarotkamera
PI Connect Auswertungssoftware mit Profilen
Akustik:
NTI Audio M2211 (mit Kalibrierungsdatei)
Steinberg UR12 (mit Phantomspeisung für die Mikrofone)
Creative X7, Smaart v.7
eigener reflexionsarmer Messraum, 3,5 x 1,8 x 2,2 m (LxTxH)
Axialmessungen, lotrecht zur Mitte der Schallquelle(n), Messabstand 50 cm
Geräuschentwicklung in dBA (Slow) als RTA-Messung
Frequenzspektrum als Grafik
Betriebssystem Windows 10 Pro (1803, alle Updates)

 

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Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.