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Microsoft macht eine automatische Datenspeicherung in der DNA möglich

Die Menschheit hatte es noch nie so einfach Inhalte zu erstellen wie heute. Jeder kann ein 4K-Video mit einer Unmenge an Daten erstellen und dieses anderen Nutzern bereitstellen. Die Menge der erstellen Daten nimmt dabei stetig zu und erreichte 2018 sagenhafte 33 Zettabytes – Tendenz steigend.

Microsoft und die Universität von Washington auf dem Weg zur automatisierten Datenspeicherung in der DNA

Die Befürchtungen sind, dass das Erstellen von Daten unsere Fähigkeiten Speicherkapazitäten zu herzustellen bei weitem übertreffen. Kreative Wege müssen dabei gegangen werden und so versuchte Microsoft Daten in der DNA zu speichern und entwickelte dabei die erste automatische Plattform zum Speichern und Lesen von Daten. Das ganze System ist sicherlich noch nicht so praktikabel wie ein USB-Stick, könnte aber in der Zukunft eine Rolle spielen.

Die DNA hat eine extrem hohe Informationsdichte und deren Informationen in einer Zelle beinhalten alle Informationen zur Entwicklung eines Menschen. D.h. alle Zellen eines Körpers können eine Unmenge Zettabytes an Daten speichern. Microsoft führt dabei aus, dass die Speicherung von Informationen in der DNA eine hohe Zukunftssicherheit aufweist, da der Mensch immer daran interessiert ist, seine eigene DNA zu verstehen. Solange also Menschen existieren, existiert auch ein Interesse am Auslesen der DNA.

Informationen konnten auch in der Vergangenheit in der DNA gespeichert werden, jedoch wurde dies manuell von Wissenschaftlern durchgeführt. Der Binärcode der Information wird über Nukleinbasen: Adenin, Guanin, Cytosin und Thymin gespeichert und kann über einen DNA-Sequenzer wieder ausgelesen werden. Das System hat einen komplexen Aufbau und ist langsam. Es wird aber daran gearbeitet, den Prozess zu beschleunigen, um in Zukunft auch genug Speicher für die immer größeren Datenmengen bereitstellen zu können.

Quelle: PCMAG, TheEngineer