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Micron und SanDisk kündigen 1TB-MicroSD-Karten an

Die Nachfrage nach mehr Speicher ist ein ständiger Begleiter in der heutigen schnelllebigen Welt. Die Speichermenge, die frühere SD-Karten auszeichnete, mag heute antiquiert wirken, wenn 4K, 8K oder größere Bildformate aufgenommen werden oder ganze Bibliotheken auf das Smartphone passen sollen. Die Möglichkeiten sind vielschichtiger denn je. SanDisk und Micron haben auf dem Mobile World Congress jeweils 1 TB große MicroSD-Karten vorgestellt.

Die Preisfrage

Endgeräte können seit geraumer Zeit mit deutlich größeren Mengen an MicroSD-Speicher umgehen, doch konnte dies an mangelnder Existenz an entsprechenden MicroSD-Karten nie wirklich überprüft werden. In den letzten Jahren wurden einige hundert Gigabyte erreicht, aber wer mehr Speicher benötigte ging völlig leer aus. Günstig werden die neuen MicroSD-Karten aber nicht. Dabei soll der Preis direkt mit der Speichergröße skalieren, was rund 500 € kosten dürfte, also ungefähr das doppelte einer 512 GB großen MicroSD-Karte.

Details zur Technik

Micron gibt an, dass sie QLC-NAND gefertigt in 96 Lagen verwenden. SanDisk macht keine Aussagen zu seinem Design, aber wird sich davon wahrscheinlich nicht maßgeblich entfernen. SanDisk verspricht jedoch höhere Bandbreiten beim Schreiben und Lesen von 90 und 160 MB pro Sekunde. Micron gibt dagegen eine Leserate von 95 MB pro Sekunde und eine Schreibrate von 100 MB pro Sekunde an. Beide Karten unterstützen die Anforderungen an den A2-Standard, womit das Ausführen von Applikationen gewährleistet sein soll, obwohl viele Geräte keine Ausführung von Programmen erlauben und dadurch umständliche Umwege genommen werden müssen. Meist sind sie auf reine Datenspeicher beschränkt. Unter Umständen sind die neuen SD-Karten auch für Nintendos Switch interessant.

Quelle: MWC 2019 | Micron | SanDisk