Neue News zur RTX 2060 und der GTX 1660 Ti mit deren Launch nach CNY | Update

Update: Dass der Launch der GeForce RTX 2060 am 07.01.2019 knapp vor der CES 2019 stattfinden soll, darf als gesichert angenommen werden, auch wenn die echte Verfügbarkeit wohl erst am 15.01.2019 erfolgten wird. Die bereits kolportierte GTX 1660 Ti soll hingegen erst nach CNY gelauncht werden, also Anfang Februar, ist aber mittlerweile von eingen Seiten bestätigt worden

Update vom 02.01.2019 – 05.00 Uhr

Wenn ich unseren Quellen Glauben schenken darf (was ich mal stark hoffe), dann wird der Launch der GeForce GTX 1660 Ti schon Februar erfolgen – und zwar direkt nach dem Chinesischen Neujahrsfest (CNY Chinese New Year) und dem folgenden Feiertag am 05. bzw. 06.02.2019. Dann erwartet man auch die günstigeren, auf dem abgespeckten PG161-Layout basierenden RTX 2060, so dass es wohl lustige und angestrengte Testwochen geben wird.

Das ist zwar wie üblich noch etwas spekulativ, sollte aber so hinkommen. Auch haben sich die Anzeichen verdichtet, dass der am 07.01.2019 kolportiere Launch der GeForce RTX 2060 eine Art Paierflieger werden könnte, da mit einer realen Verfügbarkeit in den Läden erst ab dem 15.01.2019 gerechnet werden kann. Das betrifft auch die echten Boardpartnerdesigns, die sich wohl sogar noch weiter verzögern dürften, weil die günstigeren 6-Layer-Platinen zum Einsatz kommen sollen.

So erwartet man zum Start in zwei Wochen nur auf den Referenzdesign der RTX 2070 basierende Karten, meist die Einstiegssmodelle („Blower“) oder modifizierte Ableger der bereits am Markt befindlichen Modelle der GeForce RTX 2070 mit einfacheren Kühllösungen. Lassen wir uns also überraschen, wer überhaupt sampeln wird und vor allem was.

 

Originalartikel

Dass der Launch der GeForce RTX 2060 noch ganz haarscharf vor der CES 2019 stattfinden soll, die ja bekanntlich am 08.01.2019 beginnt, wird mittlerweile allgemeinhin als gesichert angenommen. Kolportiert wird da der 07.01.2019. Zumal einige, von Nvidia speziell ausgewählte Medien und Influencer, hier bereits mit genauen Daten und auch Samples versorgt worden sein sollen. Mehr möchte ich an dieser Stelle (auch aus Achtung vor den betreffenden Kollegen) noch nicht verraten, auch wenn ich die allgemeine Situation hier in Europa als eher unbefriedigend betrachte.

Den eigentlichen „Hard“-Launch, wenn man denn davon sprechen kann, wird es dann wohl am erst 15.01.2019 geben, wenn man Distributoren und Boardpartnern glauben kann. Doch die eigentlich interessanten Karten werden sicher deutlich später kommen, wie ich bereits vor einiger Zeit in einem Artikel schrieb.

Was ich im Artikel „Erste Fakten und Gerüchte zur Nvidia GeForce RTX 2060“ bereits aufgegriffen hatte, sollte somit genauso eintreffen. Das bezieht sich auch auf die verwendete Platine, die auf dem Modell PG160 der GeForce RTX 2070 basiert. Dieses 10-Layer-Platine ist allerdings für eine RTX 2060 noch relativ aufwändig und teuer, so dass die Boardpartner wohl erst mit der angekündigten, deutlich günstigeren  PG161 und deren 6 Layern in die Gewinnzone kommen dürften, wenn Nvidia wieder feste Preise für die einfachen Modelle einfordert und vielleicht sogar mit Nachlässen an die AiC belohnt.

Das Erscheinen dieser günstigeren Modelle wird wiederum kaum vor Februar erwartet. Man kann also davon ausgehen, dass neben der bereits für ausgesuchte Reviewer gesampelten Kleinserie zunächst nur Karten mit dem Referenzdesign der RTX 2070 verfügbar sein werden, was für die Preise erst einmal nichts sensationell Gutes verspricht. Aber als Early-Adaptor ist man ja eh leidgeprüft und zäh. Der Rest wartet halt bis Februar, zumal dann auch weiter abgespeckte Versionen möglich sein dürften (Speicher, Taktraten).

Wenn man jetzt, als einigermaßen optimistischer Zeitgenosse, allerdings davon ausgeht, dass AMD zur CES so Einiges zur Consumer-Version der geshrinkten Vega-Karten sagen wird, dann ergibt diese, etwas überhastet wirkende und vor der CES platzierte Launch-Geschichte, durchaus einen tieferen Sinn. Denn wie auch immer das 7nm-Consumer-Produkt der aktuellen RX Vega dann endgültig heißen wird, es sollte leistungsmäßig wohl auf dem Niveau der 2060 oder gar im Dunstkreis der 2070 zu erwarten sein. Mindestens.

Deshalb sehe ich diesen etwas eigenartig wirkenden Launch, sollte er denn genau so vonstattengehen, auch etwas entspannter, weil er auch sehr schön den Spannungsbogen zeigt, den der Mitbewerber mit der offensichtlich sehr erfolgreich verlaufenden 7nm-Umsetzung scheinbar schon jetzt aufbauen kann. Zumal auch Intel ab 2020 mitmischen und sich Teile der Pixel-Sahnetorte schnappen möchte, die es dann wohl nicht nur allein in Waldmeister-Grün, sondern auch in Kirsch-Rot und Azur-Blau geben könnte.

Sagen wir es mal so, ohne uns aus dem NDA-Fenster stürzen zu wollen, zusammengekürzt und auf den Punkt gebracht: es wird wohl doch wieder interessanter, je hektischer und nervöser einige Akteure werden. Dann gehört das Wegsperren der konventionellen Medien eben mit dazu, denn die Generation YouTube dürfte einfacher zu steuern sein. Ob diese Idee auf Dauer so funktioniert, sei mal dahingestellt.

Das betrifft auch die ebenfalls bereits kolportierte GeForce GTX 1660 Ti und den dafür noch einmal abgespeckten TU116. Neben Expreview als Quelle, deren Beitrag hinter einer Paywall hing und verschwand, darf ich mich hier vor allem auf die Aussagen einiger Boardpartner stützen, die deckungsgleich von einer Turing-basierten GTX 1660 Ti mit dem TU116 sprachen. Keine RTX- und Tensor-Cores, damit auch keine Features wie DLSS & Co. Damit dürfte man aber, auf Grund einer zu vermeidenden Kannibalisierung, wohl eher knapp über GTX-1070-Niveau landen. Die RX Vega56 lässt hier freundlich grüßen.

Eine nette Randnotiz dazu ist auch, dass man in vielen Diskussionen auch den erwarteten Polaris-Shrink auf 7nm nicht außer Acht ließ. Im Vergleich zu Vega samt des teuren HBM2, können hier nämlich die weitaus günstigeren GDDR5(X)-Module verbaut werden. Zusammen mit der doch sehr günstigen Herstellung im 7nm-Prozess würde AMD einer aktuellen GTX 1060 (mit welchem Speicher auch immer), kaum eine Chance lassen, wenn man als preisbewusster Gamer im Einstiegsbereich der unteren Mittelklasse noch nicht völlig markenabhängig ist.

Diese Chips könnten allerdings nach einem Re-Brand als GTX 1160 neues Leben eingehaucht bekommen, womit das Durcheinander in Nvidias Nomenklatur dann auch komplett wäre. Allerdings möchte ich an dieser Stelle auch betonen, dass sogar existierende Folien kein endgültiger Beleg für eine finale Produktbenennung sein müssen, sich aber vor allem die Boardpartner selten irren.

 

 

Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.

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