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Frontalangriff mit dem InWin 307 – Zurück in die Matrix und volle RGB-Kraft voraus! Wir testen das mal | igorsLAB

Ich habe es doch wieder getan. Und mehr RGB geht eigentlich auch fast nicht mehr. Mit der großen und vollflächigen RGB-Matrix im Frontpanel ist das InWin 307 nämlich so etwas wie die Reinkarnation der Matrix fürs Zuhause. Nur in Weiß, dafür aber solide. Natürlich ist ein Midi-Tower in der Preisklasse ab 300 Euro kein Schnäppchen mehr, aber Nische war schon immer teuer. Und in Zeiten, wo Gaming-Grafikkarten auch schnell mal um die 2000 Euro kosten, ist so ein exklusiver Leuchtbunker dann fast schon wieder ein Schnäppchen.

Als logische Folge baue ich dann auch nicht nur irgendetwas ein, sondern ziehe die Nische einfach mal konsequent an der roten Strippe hinter mir her. Wenn schon, dann auch alles andere in Weiß und mit bunten Blinkern am Käppi. Warum auch auf halbem Wege stehen bleiben? Mit Licht ist das Leben doch gleich doppelt so schön und ehe das Innere zur dunklen Gruft wird, baue ich heute mal farblich passende Komponenten ein, auch wenn es nicht ganz so einfach war, das alles überhaupt zu beschaffen.

Mit fast 12 Kilo Leergewicht ist das Midi-Gehäuse schon ein echter Bunker, denn die Maße sind mit 48 cm in der Höhe, 21,5 cm in der Breite und 53,2 cm in der Tiefe jetzt nicht wirklich übergroß. Das Gewicht ist dem recht soliden 0,8 mm Stahl und der Tür mit dem Tempered Glass geschuldet. Die Front mit der LED-Matrix ist hingegen nur leichtgewichtiger Beifang. Verwindungssteif ist es, das kann ich schon mal bestätigen, denn es hat mehrere Transporte im vollgepackten Zustand locker und schadlos überstanden.

.Für die Lüfter ist man übrigens selbst zuständig, da wird nichts mitgeliefert, was ich nicht einmal negativ finde, denn meistens wirft man ja eh die Originale als Erstes weg. Ich setze hierfür auf insgesamt 6 Polaris-Lüfter von selben Hersteller, die ich mittels Hub am Mainboard angeschlossen habe. Da die Front keinerlei Frischluftzufuhr ermöglicht, muss ich gnadenlos von unten propellern. Drei Lüfter sollten dafür reichen. Ein weiterer sitzt hinten in der Rückwand und die restlichen zwei oben in der Trennwand desangehenden  Zweikammer-Gehäuses, bei dem das Netzteil stehend hinter dem oberen Trenngitter platziert wird.

Das Frontpanel benötigt noch einen freien, internen USB-2.0-Anschluss, jedoch keine weiteren Treiber. Wer die Effekte bearbeiten möchte, wird mit der hauseigenen “Glow”-Software glücklich. Doch dazu gleich noch mehr. Rein gehäusetechnisch geht das 307 durchaus eigene Wege, muss dies sogar, da die Front als ja Frischluftlieferant komplett ausfällt.

Und sonst? Die weiße Pulverbeschichtung geht in Ordnung, die Spaltmaße sind es auch. Der Schließmechanismus der Tür ist frei von Rätseln und es ist ja eher so etwas wie eine Backofentür, die man herunterklappen und herausnehmen kann.  Der Rest ist selbsterklärend.

Das seitliche Bedienfeld (hier mal als Abbildung um 90° gedreht) bietet neben dem Ein-/Aus- und dem Reset-Taster noch 2x USB 3.0, sowie einen USB 3.1 Typ C sowie die üblichen HD-Audio-Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon. Darüber hinaus gibt es den Umschalter für die Modi der LED-Matrix und die beiden Taster für die Helligkeitsregelung. Man kann das Frontpanel also auch ohne Software steuern. Die braucht man eigentlich nur für die Individualisierung.

Normalerweise bietet die Rückseite noch genügend Raum für die Datenträger. Allerdings hatte ich mich, bequem wie ich bin, für eine NVMe-SSD auf dem Mainboard entschieden. Die restlichen Fakten und Daten könnt Ihr der nachfolgenden Tabelle entnehmen, auch wenn ich das Wichtigste ja bereits ausgeführt habe:

Und wer jetzt gern das alles als Video sehen möchte, darf natürlich auch gern unser YouTube-Angebot auf der nächsten Seiten nutzen, denn da gibt es fast 10 Minuten frei aufs Haus. Ansonsten heißt es weiterblättern, denn ich habe ja auch die bereits erwähnte weiße Hardware verbaut, die gar nicht so einfach zu beschaffen war. Aber am Ende läuft ja alles, Ehrensache. Und wer noch mehr wissen will – hier ist das Handbuch zum Durchblättern, auch für die Programmierung des Front-Panels:

Manual

 

 

 

 

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Igor Wallossek

Chefredakteur und Namensgeber von igor'sLAB

Computer-Nerd seit 1983, Audio-Freak seit 1979 und seit über 50 Jahren so ziemlich offen für alles, was einen Stecker oder einen Akku hat.