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Elgato Key Light: Die kompakte Softbox-Alternative mit IoT-Ambitionen | Streamer’s Essentials

Egal ob bei Produkt-Fotographen, Streamern oder YouTubern – Softboxen gehören zur Grundausstattung vieler Content-Creator. Durch ihre Größe,  geringe Energieeffizienz und Wärmeentwicklung sind diese Scheinwerfer aber nicht sonderlich flexibel. Mit Elgato Key Light gibt es eine kompakte und funktionale Alternative. Doch reichen die Funktionen sowie der Komfort aus, um den hohen Preis von fast 200 Euro zu rechtfertigen? Ich habe mir das mal angesehen.

Die Außenverpackung ist im klassischen Elgato-Design gehalten, inklusive einem kurzen Umriss der Hauptfunktionen auf der Rückseite. Corsair, das Mutterunternehmen von Elgato, findet übrigens keine Erwähnung auf dem Karton. Damit die Inbetriebnahme reibungslos erfolgt, liegt dem Lieferumfang eine schier gigantische Anleitung bei, die über die gesamte Kartonlänge erstreckt. Sowohl der Zusammenbau als auch die Konfiguration per App und PC – dazu gleich mehr – wird bebildert aufgeführt.

Im Karton selbst ist das Key Light, ein Netzteil mit länderspezifischen Adaptern sowie eine Teleskopstange samt Backen-Schraub-Befestigung enthalten. Der schwenk- und drehbare Kopf ermöglicht es, das Key Light flexibel an die Umgebung bzw. den Einsatz anzupassen.

Hochwertige Verarbeitung, üppiger Funktionsumfang

Der Rahmen bzw. das Gehäuse des Elgato Key Light ist als einem Aluminiumguss gefertigt und weist eine symmetrische, rechteckige Form auf. Anders als die bereits erwähnten Softboxen ist damit auch die Ausleuchtung einer breiten Fläche in der Horizontale möglich. Die grobe Finnenstruktur des Rahmens, der die Leuchtfläche umschließt, dient zugleich als Heatsink, denn die im Inneren verbauten LEDs können durchaus warm werden.

An allen vier Seiten sind ¼-Zoll Gewinde eingelassen, dank denen das Key Light entweder an die mitgelieferte Teleskopstange oder jedes beliebige Foto-Stativ befestigt werden kann. Da ich die Lampe je nach Bedarf im Raum frei platzieren möchte, habe ich an eines der Gewinde einen Schnellverschluss angebracht, der zu einem einbeinigen Stativ passt. Streamer und Let´s Player werden aber vermutlich auf die Teleskopstande zurückgreifen und das Elgato Key Light hinter dem Monitor platzieren. 

Auch die „Backplate“ des Key Light ist aus Aluminium, diesmal jedoch als Blech, statt als Guss. Elgato verziert diese mit einem hübschen 3D-Linienmuster, auch wenn man die Rückseite nach dem Aufbau nie wieder sehen wird. Trotzdem, ich mag diese Liebe fürs Detail. Die Elektronik ist hingegen hinter einer Kunststoffabdeckung versteckt und mit Torx-Schrauben an der Aluplatte befestigt.

Auf der Unterseite des Kunststoffkästchens befinden sich der Ein-/Aus bzw. Reset-Kippschalter sowie der Stromanschluss, der 13 V bei maximal 4 A verträgt. Seriennummer und Prüfzeichen dürfen natürlich nicht fehlen und sind wie so oft mit Stickern abgebildet. Wer nun ein Bild von asiatischen Frauen in überfüllten Fabriken im Kopf hat, die diese Sticker auf die Produkte kleben, könnte damit vielleicht sogar ziemlich richtigliegen.

Das Innenleben und die Funktionen

Da die Außenbetrachtung bei einem Scheinwerfer recht übersichtlich ausfällt und auch die grundlegende Funktionalität einfach zu erklären ist – Es ist eine Lampe. Sie leuchtet – interessiert mich der Blick ins Innere. Acht Schrauben sind für dieses Unterfangen zu öffnen. Danach kann ich die beiden LED-Streifen, das halbtransparente Glas mit den integrierten Leuchtpartikeln sowie die dicke Defuser-Folie von dem Aluguss-Rahmen lösen.

Die beiden LED-Stripes, auf denen abwechselnd kaltweiße und warmweiße Dioden angebracht wurden, sind per Klebeband miteinander verbunden. Die Stromversorgung erfolgt jedoch über separate Adern. Auf dem PCB sind acht 5 Watt Wiederstände angebracht. Als Prozessor kommt ein Realtek RTL8711AM zum Einsatz, ein ARM Cortex M3 SoC mit bis zu 166 MHz Takt. 1 MB Datenspeicher und 2,5 MB Arbeitsspeicher sind integriert. Für die kabellose Verbindung zum Internet steht W-Lan mit 2,4GHz zur Verfügung. Das BIOS wird von einem MXIC MX 25L3206E M2I-12G Chip verwaltet. Als Beleuchtungstreiber wird der PCA9635PW von NXP Semiconductors genutzt.

Besonders der IoT SoC Realtek RTL8711AM ist interessant, da er die Limitierung des Funktionsumfanges bestimmt. Das Elgato Key Light kann per Smartphone oder PC gesteuert werden, solange sich diese im selten Netzwerk befinden. Die Kennworteingabe für das 2,4 GHz-Netzwerk erfolgt aus der Software heraus. Die Datenübertragung ist nach dem AES geschützt.

Elgato Key Light (10GAK9901)

VibuOnlinelagernd im Außenlager, Lieferung 3-5 WerktageStand: 22.08.19 22:11193,00 €*Stand: 22.08.19 22:10
MindfactoryZentrallager: verfügbar, Lieferung 3-5 Werktage Filiale Wilhelmshaven: nicht lagerndStand: 22.08.19 22:11193,00 €*Stand: 22.08.19 22:16
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