News Intel meint: Abseits von Benchmarks sind Ryzen 3000-CPUs gar nicht so schnell

ro///M3o

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naja, Manipulation pauschal zu unterstellen sollte man dann schon irgendwie mit einer Quelle belegen @Denniss

Aber an sich finde ich es gar nicht abwegig eine umfassende Bewertung einer CPU vorzunehmen, zusammengesetzt aus folgenden Schwerpunkten:
1. synthetische Benchmarks - einfach ewil die rohe Rechnpower offen gelegt wird
2. real load Benchmarks - um tatsächlich Anwendungsbezogene Spitzenreiter festlegen zu können
3. spezifische Benchmarks - um eben beurteilen zu können welche "Gaming"-CPU sich dann am besten beim zocken schlägt
4. Effizienzbetrachtungen - mit welchen Mitteln werden die Werte erreicht

und natürlich muß Punkt 3 dann für ServerCPUs durch diesbezügliche Benchmarks getauscht werden.

und oh warte - habe ich grad beschrieben wie Igor testet? Okay, dann kann Intel erzählen was es will - ich schau mal bei Igor was der so raus bekommt :p

...Preis/Leistung ja nicht vergessen :p Auch wenn Intel "2 bis 9%" schneller ist (gegenüber jeweils der betreffenden Konkurenzprodukte), sind sie preislich meiner Meinung nach definitiv viel zu teuer für die Leistung. Auch in "Watt" ;) aber was weiß ich schon :cool:
 

Dezor

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@gerTHW84: Teilweise muss ich dir recht geben. Was hier kritisiert wird sind zwei entscheidende Punkte:
1. Intel hat sich früher immer hinter die Benchmarks gestellt und betont, wieviel besser die eigenen CPUs darin abschneiden.
2. Intel betont jetzt, dass die Performance in realen Anwendungen wichtig ist. Also nimmt man (andere) Benchmarks. Benchmarks, die irgendwelche Berechnungen simulieren, genau wie Cinebench, die vielleicht näher an realen Anwendungen liegen mögen, aber nach wie vor Benchmarks sind. Und ob man jetzt die Performance einer „enthusiast-gaming-CPU“ an Excel messen muss ...
 

HerrRossi

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@gerTHW84
Der link bezog sich von meiner Seite auf den Monte Carlo-Benchmark, damit es hier keine rechtlichen Probleme mit dem Bild gibt.

Ich halte die Beeinflussung von Benchmarkergebnissen nicht als normales Marketingverhalten, genauso wenig wie es damals normales Marketingverhalten war, OEMs und Händlern Geld zu zahlen, damit die keine oder nur schrottige AMD-Systeme anbieten. Tut mir leid, ich kann solche Machenschaften nicht akzeptieren und ich befürchte, dass es auch diesmal wieder so kommen wird. Dass Notebookhersteller es nicht auf die Reihe bekommen sollen, gescheite Notebooks mit Ryzen CPUs zu bauen, halte ich auch nicht für sonderlich wahrscheinlich.

Dabei geht es auch nicht darum, dass AMD jetzt ein Unternehmen wäre, das als Samariter für geknechtete User auftritt, nein, AMD will genau wie Intel auch Geld verdienen, daran ist nichts verwerflich, nur ist imho AMD noch nicht mit solchen Machenschaften aufgefallen.

Und wenn du schon die Gesamtbetrachtung ansprichst, dann muss man neben Gaming eben auch die Anwendung in Betracht ziehen und von denen auch solche, die gut auf Multicore ansprechen. Welcher CPU-Test in den größeren Publikationen besteht denn einzig und alleine aus Cinebench? Mir ist da keiner bekannt, sondern es wird immer ein Mix aus Gaming und Anwendungen genutzt, um die Leistung einer CPU ermitteln. Und da liegen die AMD CPUs nunmal vorne, das sollte Intel einfach akzeptieren anstatt sich wie ein Baby aufzuführen.

Es ist ja auch nicht so, als wären der 9700k oder der 9900k eine schlechte CPU, wenn es um viel Singelcore-Leistung geht oder wenn man allerhöchste avg FPS in Spielen haben will, dann sind das immer noch die besten CPUs, aber es sind eben auch im Gaming nur noch ein paar Prozent Unterschied zum 3700X bei deutlich höheren Preisen.
 

KidStealth

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Wow, das ja mal ein schön unreflektierter Beitrag zu Intels aktueller PR Strategie. Gibt es dazu ein Begleitschreiben in dem eine recht schlichte Dareichung auf der eigenen Seite empfohlen wird, um in Zukunft weiter Review Samples zu bekommen?
über deinen Beitrag hättest du auch mal bissi länger reflektieren können...
 

DHAmoKK

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Da bei "Das gibts doch gar nicht!"
@gerTHW84
Das Problem, das ich mit dem Intel-Marketing habe ist, dass sie versuchen AMD in den Dreck zu ziehen, nicht indem sie ihre eigenen Produkte als besonders lobenswert darstellen.
Ich kann mein Produkt neutral bewerben mit "wir erreichen 5GHz, seht her" oder darüber ablästern, wie die Konkurrenz den beworbenen Boost-Takt verfehlt. Intel hat beides gemacht, aber letzteres hätten sie mMn. eigentlich nicht nötig, hat den faden Beigeschmack von Mobbing auf dem Schulhof, "Ha-Ha, seht mal, der Neue erreicht seinen Boost-Takt nicht!" und alle lachen.
Ich weiß aber auch, das Marketing in den USA ist anders als in Europa. Dort drüben ist es üblich, sich direkt mit der Konkurrenz zu vergleichen. Man könnte also sagen, das ist also meine europäische Sicht auf diese Sache.
 

Elistaer

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Guten Abend erst einmal,

Ich habe mir den Artikel nun sicher 3x durchgelesen und auch überlegt was man dazu schreiben kann oder/soll.

Einige Kommentare die geschrieben wurden hätte man nicht so schreiben sollen, bei den meisten stimme ich aber überein daß wir hier die reine Marketing/PR Maschine von Intel sehen.

In dem Punkt sind beide Hersteller gleich, zu letzt die verlone Klage seitens AMD wegen der PR zu Bulldozer (die erste Mainstream 8 Kern CPU, oder 2 RX 480 so schnell wie 1ne 1080.

Hier ist aber auch Intel nicht besser, "Epyc nur eine zusammen geklebte CPU" und andere Geschichten wie zum Beispiel ihr bisher einzige 10nm CPU für Notebooks, aber seit Erscheinen sind damit ausgestattete Geräte nicht zu finden. Das sollte auch jedem klar sein.

Für mich ist es ein Versuch dem Kunden ob nun Bestandskunde oder neu Kunde zu suggerieren "wir sind die besten".

Den nicht jeder schaut vor einem Kauf ins Internet und auch die großen Warenhäuser für Elektronik haben nur sehr selten gut geschultes Personal. Frei nach dem Motto Intel war immer das beste und deswegen wird nur das verkauft auf Bedürfnisse gehen da die wenigsten ein.

Intel sollte sich langsam Gedanken machen wie sie weiter fahren müssen denn die fehlend Fertigung in 10nm kann hier auf lange Sicht schwere Probleme bringen, in dieser Zeit kann TSMC seine Fertigung verfeinern und verbessern den ersten Schritt sehen wir schon nächstes Jahr mit 7nm+ in EUV Lithographie und AMD kann seine Architektur weiter auf die neue Fertigung anpassen.


MFG.
Elistaer
 

Oberst

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Der Hauptkritikpunkt von Intel (und das ist zweifelsfrei auch eigennützig aber deswegen nicht weniger legitim) ist schlicht eine differenziertere Betrachtung bei der Bewertung der CPU-Leistungen und nicht das vielfach von den Medien in großen Lettern zitierte "Ryzen busts Core i9 in Cinebench". Das ist für Medien eine lukrative, einfache News, die zudem leicht zu Messen und zu verstehen ist, ist aber für die meisten Gamer gleichzeitig auch eine relativ irrelevante Information (die aber dennoch nicht ihre Wirkung verfehlt).
Das ist natürlich ein total legitimes vorgehen von Intel. Aber (war ja klar, dass das kommt): Viele benchen nicht nur den Cinebench, sondern eine Vielzahl an Anwendungen. Was Intel hier gerne hätte, ist sich wieder auf einige, wenige Benchmarks in bestimmten Konfigurationen zu konzentrieren (in erster Linie auf Sysmark und dazu noch wenige reine Singlethread Lasten). Das ist nicht besser, als wenn sich ein Reviewer rein auf Cinebench konzentriert. Und bezüglich Sysmark war ja oben schon genug zu lesen. Wie gesagt: Ich kann Intel vollkommen verstehen, dass sie das gerne so hätten. Aber als Reviewer müsste man da halt klar sagen: Machen wir nicht, weil wir sowieso x Benchmarks und real-world Tests laufen lassen und damit viel objektiver sind, als Intel es wäre.

Bezüglich dem Gaming ist es glaube ich aktuell klar, dass dies Intels letzte Stärke ist. Allerdings wird die auch immer geringer und in moderneren Engines geht sie auch mal gegen 0. Hier kommt es also auch immer auf die im Benchmark verwendeten Spiele an. Auch bei den Percentile gibt es da Fälle, wo AMD im Schnitt sogar dichter an Intel heran rückt als im AVG. Die Engines sind da scheinbar sehr unterschiedlich. Dennoch ist Intel mit ihrem Topmodell hier schneller als AMDs Topmodell. Das war bisher auch in allen Reviews die ich kenne so zu lesen.

Dass AMD in den Anwendungen in der Regel als Sieger hervor gegangen ist, ist allerdings auch über eine große Anzahl an Anwendungen belegt, da war ja nicht nur Cinebench im Einsatz. Intel macht hier also eigentlich nur Marketing, das man aber durchaus schnell durchschauen kann. Und wenn man sich eine vielzahl an Reviews anschaut geben die das aktuelle Bild durchaus realistisch wieder.
 

Luna

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Boosttakt 4600 Mhz. 4400 Mhz, der Boostatakt wurde um 4,35% verfehlt. Wir haben endlich unsere Supernova. AMD hat uns eine Katastrophe hinterlassen. Nieder mit AMD und all ihre Gefolgschaft.
Wir preisen Intel die Instanz für Moral, Rechtschaffenheit und Selbstlosigkeit.

Natürlich soll und muss man AMD um Stellung bitten, bezüglich der Boosstataktraten. Die Dimension ist lächerlich
 

0rpheus

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Marketingtechnisch ist das verfehlen des Boosttaktes ungeschickt. Aber die CPUs werden dadurch nicht schlechter. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich von mehr Kernen mehr profitiere als von Takt. Wenn man z.B. Software entwickelt, auf seinen System ein paar VMs, Datenbanken und compiliert, da freut man sich über jeden Kern. Vor allem bleibt alles flüssig und Chome funktioniert noch.

Das Gute an AMD ist, dass Real World Anwendungen und Benchmarks funktionieren - trotz geschummelten Boost. Ich wage mal eine steile These: Für die Real World Anwendungen von Intel reicht auch ein i3, Celeron bzw. einer 35W APU von AMD.
 

gerTHW84

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Vermutlich bringen die beiden nachfolgenden Marketing-"Weisheiten" (zu comparative advertising) die Problematik wohl am ehesten auf den Punkt:

"It may seem clever to bash the competition, but consumers don't like it much, and particularly not in categories in which they want to like the brand they choose."

"In the mobile device world, ads that produce brand affinity are much more effective than ads that attempt to make the competitive brand (and, by extension, those who have chosen it) look bad, potentially alienating future customers."
 

Dark_Knight

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EDIT: Aus doofheit noch mal editiert.

Und um wieder den Bogen zurück zum Thema zu spannen, ich finde es ist ein Akt der Verzweiflung, den Intel da seit Monaten fährt. Was halt aufzeigt, dass Intel wirklich gar nichts brauchbares im Bereich Hardware auf zu weisen hat in der nächsten Zeit. Sie gehen im Moment nach dem Motto vor: Wer am lautesten schreit hat recht. Haben ja ein gutes Vorbild, mit dem Präsidenten der United States of America. ;)
 
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Dark_Knight

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Ja, jetzt wo ich den Text noch mal lese, könnte es so sein. Daher Edit. Ich hoffe echt, das dies wirklich nicht ernst gemeint ist. :unsure:
 

Luna

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Dark_Knight
Intel als Instanz für Moral sollte doch schon klar stellen, hier geht es um beißenden Spott.
4400MHz sind 95,35% des angegebenen Boostatakt von 4600MHz. Wegen keine 5% wird eine Supernova nach der anderen gezündet in den Foren und Roman (8auer) darf natürlich nicht fehlen. Der Rächer der Enterbten, der Becher ohne Henkel. Wie natürlich gewohnt von Intel, ist es Intel herzlich egal. ob durch die Roman Folien des 5% Verlust beim Boosttakt in Intels Werbeblatt, Roman dadurch eine Glaubwürdigkeitsdebatte erleiden darf. Dafür wird der 9900KS sicherlich pünktlich zum Testen bei Roman ankommen. Somit kann Roman weiterhin viel Werbung für diesen in allen Belangen moralisch wertvollen Betrieb machen.
 

Derfnam

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Heidenspaß? Ich versteh den 2. nichtmal. Könnte an der arg willkürlichen Interpunktion und sonstigen Verwirrnissen liegen.

die Roman Folien des 5% Verlust beim Boosttakt in Intels Werbeblatt - Häh?
 
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