Reviews Elgato Stream Deck: Das bisher vielseitigste Kontrollpult für jeden PC-Nutzer

Jakob Ginzburg

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Als ich mir das Elgato Stream Deck zugelegt habe, war die Überlegung dieses für unseren gotIT! Twitch Kanal zu nutzen und damit zwischen einzelnen Szenen sowie Kameras zu schalten oder interaktive Elemente einzubinden. Während der letzten Wochen hat sich unser Fokus jedoch verstärkt auf YouTube gerichtet und ich habe festgestellt, dass das Elgato Stream Deck so ziemlich das vielseitigste, wenn nicht gar das beste Kontrollpult auf dem Markt ist. Womit mich das Stream Deck überzeugen konnte und wieso es für so ziemlich jeden PC-und Notebook-Anwender geeignet ist, schildere ich im folgenden Test.



Schauen wir uns zuerst die Äußerlichkeiten an. Das Stream Deck von Elgato ist durch und ein Plastikbomber, der dank des schwarzen, matten Kunststoffes zwar hübsch aussieht, sich aber nicht sonderlich hochwertig anfühlt. Da das Gehäuse nichts ist, was ich besonders oft oder gar alltäglich anfasse, sind die Tasten das wichtigere Bauelement. Auch diese sind aus Kunststoff gefertigt, durchsichtig – dazu komme ich gleich noch im Detail – und haben einen überaus schwammigen Druckpunkt. Die abgerundeten Ecken wirken stimmig und sind ein willkommener Kontrast zu dem ansonsten sehr eckigen Gesamtbild des Elgato Stream Deck.


Zum Test: https://www.igorslab.media/elgato-stream-deck-das-bisher-vielseitigste-kontrollpult-fuer-jeden-pc-nutzer/
 

Techniker Freak

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Wie wäre es mit einem "Excellent Software/Poor Hardware Award"?
Wenn ich das Gerät beim Streamen nutze, dann sollten die Eingaben auch dann kommen wenn ich sie haben will und nicht verpuffen nur weil ich die Taste nicht richtig erwischt habe. Da hilft die beste Software nicht.
 

Tesetilaro

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auch wenn es in der Praxis sicher Unmengen Beispiele für das Gegenteil gibt...
 

Techniker Freak

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Wenn die Tasteneingaben nicht zeitkritisch sind dann spielt es tatsächlich keine Rolle aber wer auf der Verpackung mit "Tactile Control", "Live Media" und "Instant engagement" wirbt der sollte auch passende Hardware dafür bereitstellen oder nicht?
 

Jakob Ginzburg

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Sollte Interesse bestehen, könnte ich bei Elgato/Corsair nach dem Stream Deck XL und Stream Deck Mini anfragen. Gundsätzlich muss ich aber sagen, dass das Stream Deck im Alltag zuverlässig arbeitet. "Tactile Control" ist es aber nicht.
 

Techniker Freak

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@Jakob Ginzburg
Interessiert bin ich immer auch wenn zur Zeit kein Bedarf besteht. ;)

Als Anregung:
Ich finde das der Award nicht zum Produkt passt. Für Produkte die nur gemeinsam funktionieren sollte es einen Award geben der es erlaubt beide Teile unabhängig zu bewerten aber gleichzeitig deutlich machen das sie zusammen gehören.
 

LegeinEi

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Die Hardware selber ist ja nicht so berauschend. Letztendlich ist es nur ein separates Eingabegerät, bei dem sich die Knöppe frei belegen lassen.

Das klingt ja praktisch aber ertsmal nicht nach dem Stein der Weisen. Sowas gibt es doch per App für's Tablet und da kann man Aufteilung, Umfang, grafische Gestaltung nochmals wesentlich freier erstellen. Zudem hat man da verschiedene Verbindungsmöglichkeiten. Abseits von der Kabelverbindung kann man dank BT oder WiFi Funktionen von der Couch aus nutzen.

Bitte nicht falsch verstehen, das Produkt macht für sich gesehen sicherlich Sinn. Aber in Zeiten, in denen ich mit meinem Handy meinen TV fernbedienen kann und mittels Tablet eine Buttonbox für mein Lieblingsrennspiel erzeugen kann, verstehe ich den Grad der "Lobpreisung" für diese Knopfkiste nicht wirklich.
 

Jakob Ginzburg

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Der Award ist durchaus passend und gerechtfertigt, da es auch kaum (gute) Alternativen gibt. Einzig das Keypad von Infinitton, das aber in einer ähnlichen Ausstattung teurer ist. Elgato ist in einer ziemlich bequemen Position, da ernstzunehmende Mitbewerber fehlen.
Durch die Möglichkeit der Positionierung im gewünschten Winkel, lassen sich die Tasten auch gut drücken. Einmotoriker werden aber, wie schon im Test erwähnt, die fehlende Präzision bemängeln.
 

Tesetilaro

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hm, stimme ich Dir soweit zu - aber jetzt stellt sich mir tatsächlich die Frage, ob ich mit ner gut gedruckten Halterung und ne schicken app für ein ausrangiertes 7" Tablet nicht sogar nochn schritt weiter komme - noch dazu, weil man so ein Tablet, wie ich es im Hinterkopf habe für ~80€ bekomm, noch mal nen 10er für schicke Halterung (filament für den Drucker oder passende holzplatten vom Baumarkt zum fräsen)
Und mit der passenden App bin ich sogar noch viel flexibler...

muß ich mal nach ner App suchen - Tablet ist da, holz und Dremelderivat auch... *grübel*
 

Bambina

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Technisch ist das Teil nur ein kleiner durchgehender touchscreen bei dem durch die Maske und die Tasten einfach bestimmte Bereiche gedrückt werden. Es funktioniert auch wenn man direkt mit dem finger auf den screen drücken würde. Preislich ist es deshalb ziemlich überzogen, aber eben genial einfach im handling.
Ich nutze das Teil zum zocken als Ergänzung zu Joystick/Schubregler und habe nicht-zeitkritische Funktionen wie Landeerlaubnis, Fahrwerk raus/rein etc. auf das Streamdeck ausgelagert sowie die Nvidia Funktionen Videoaufnahme starten/beenden, letzte 3min aufzeichen etc..
 
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jsm

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Ich habe ja auch mal mit sowas geliebäugelt.
Heute bin ich aber mit AutoHokey und einem Zweit-Keyboard (exklusiv für meine Makros) das ich mit Hilfe der Tools "Intercept" und "AutoHotkey" ansteuere vollkommen glücklich und flexiebel.

AutoHotkey ist eine extrem mächtige Script-Engine die mit etwas Einarbeitung nahezu jeden Aspekt von Windows steuern kann.
Ich nutze eigene AutoHotkey-Makros für Programme und Spiele, zum Arbeiten und für die Freizeit.
Selbstverständlich kann man das komplette Tastatur-Layout für jedes einzelne Programm komplett neu gestalten, der Wechsel zwischen den Profilen erfolgt ohne Verzögerung.

Hier wird genau erklärt wie sowas geht:

AutoHotkey:

Wem ein Extra-Keyboard nicht ausreicht, der kann auch bis zu 10 einzelne Keyboards damit steuern! :cool:

In Kombination mit meinem Corsair-Keyboard und Beleuchtungsprofilen für jedes Programm und jede Situation habe ich keinen Bedarf mehr für teure Makro-Keyboards oder Display-Tasten.

Und wer unbedingt Display-Tasten möchte der kann auch sein Handy/Tablet kostenlos in so ein Deck verwandeln:
Einfach die App "Toch Portal" (Android) installieren und los gehts.

Ich will damit das Elgato-Gerät nicht schlecht machen, es hat natürlich seine Vorteile und Daseinsberechtigung.
Ich möchte euch aber die Alternativen nicht vorenthalten.
 

LegeinEi

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Naja, aber mit einem Screen / Tablet wäre man natürlich wesentlich flexibler! Man könnte die gleichen Buttons erzeugen aber eben auch unterschiedliche große Button oder andere Anordnungen (je nach Programm natürlich). Man könnte sich auch ein (zusätzlich) ein Touchpad einblenden und wäre dann bei jeder öffentlichen Programmvorführung wesentlich mobiler.

Jeder PowerPoint-Presenter für 30 Euro macht das genau das - nur eben "fest verdrahtet" für vorgefertigte Funktionen.
 

MyRunner

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Historisch ist ja Elgator erst vor 6-12 Monaten (gerade zu faul zum suchen) von Corsair gekauft worden. Die Hardware war da schon immer recht ok, nu mit der Software hatte es da wohl gemangelt. Mit dem Einstieg von Corsair wird da nachgelegt.

@Tesetilaro Sicher kann man da auch selbst was schrauben. Nur fuer die Zielgruppe ist "selbst schrauben" da sicher nicht ganz einfach und der Zeit/Kostenaufwand im Vergleich zu dem Preis wohl hoeher. Wenn Du da aber ne einfache Alternative bauen kannst und das als App verkloppst, dann kannst Du da sicher auch nen guten Preis machen.

Fuer die Zielgruppe ist das nen gern genutztes Stueck Hardware, wie man taeglich auf Twitch sehen kann. Ich kann die Bewertung gut nachvollziehen.
 

LegeinEi

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Ja - stimmt natürlich! Die Haptik fehlt bei einem Tablet-Screen. Sofern sich die realen Buttons aber auch alle gleich anfühlen, ist es mit der "Blindbedienung" nicht weit her, außer man nutzt immer nur ein paar Buttons für nur ein einziges Programm.
 

jsm

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Sehe ich etwas anders, meine Tastatur muss ich ja beim Tippen auch nicht mehr ansehen, obwohl sich alle 118 Tasten genau gleich anfühlen.

Makrotasten muss man natürlich nicht so schnell und oft drücken wie zB die Tasten A S D, aber sie blind ertasten zu können ist etwas worauf ich nicht verzichten wollen würde, darum nutze ich die App Toch-Protal auch nicht, sondern die wesentlich kompliziertere (und mächtigere) Lösung die ich weiter oben beschrieben habe.
Die Makro-Tastatur habe ich übrigens mit einem 3€ Tablet-Ständer aufgebockt, so das sie in einem ähnlichen Winkel wie das Elgato-Gerät aufgestellt ist.
 

Fab

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Diese Gerät findet auch seinen Einsatz im DTM Rennfahrzeugen!
Nur so am rande ;)
 
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