Monitor und Desktop Testberichte

BenQ GV1: Großes Kino im kleinen Format aber geringer Auflösung | igor´sLAB Testbericht


Für die Unterhaltung im heimischen Wohnzimmer zeigt sich auch heutzutage meistens der Fernseher zuständig. Beamer sind hingegen vermehrt in Büroräumen vorzufinden. Mit dem GV1 möchte BenQ diese Situation ändern und das Wohnzimmer erobern. Die Zutaten dafür sind ein geringer Anschaffungspreis, eine durchdachte Anbindung an mobilen Endgeräten sowie eine überaus kompakte Bauweise. Doch wie viel Entertainment wird auf 854 x 480 Pixel geboten?

Der BenQ GV1 ist ein Standbeamer, dessen Projektionskopf sich um 15° in die Höhe verstellen lässt. Die rechteckige Form mit den abgerundeten Kanten, das Kunststoffgehäuse mit dem Loch-Muster sowie das „Genick“ in gelber Akzentfarbe verleihen dem kleinen Beamer einen äußerst modernen Look. Das Design erinnert an kompakte Bluetooth-Lautsprecher und das nicht zu Unrecht, denn im GV1 verbaut BenQ einen Treiber mit 5 Watt Ausgangsleistung.

An der Front lässt sich auch im ausgeschalteten Zustand die Linse erkennen, über der Standfläche ist das BenQ-Logo angebracht. Auf der rechten Seite befindet sich das Justierungsrad, um die besagte Linse zu bewegen und so die Bildschärfe einzustellen. Die Rückseite beherbergt den USB-Type-C-Anschluss sowie die Verbindungsmöglichkeit für den mitgelieferten Netzstrecker. Die Oberseite verfügt über drei Touch-intensive Tasten, mit denen sich die Lautstärke sowie der Darstellungsmodus auswählen lassen. Ebenso wird hier der BenQ GV1 ein- und ausgeschaltet.

Der Lieferumfang fällt übersichtlich aus: ein USB-Type-C zu USB-Type-C Verbindungskabel, ein Netzstecker mit unterschiedlichen Adaptern, eine Transporttasche sowie eine Fernbedienung. Wer wirklich den gesamten Lieferumfang mitnehmen will, wird leider recht bald feststellen, dass nicht alle Teile in die Tasche passen. Für den größtmöglichen Filmgenuss wäre das aber nötig gewesen. Dazu aber gleich mehr.

 

Die Benutzeroberfläche

Android stellt die Grundlage für den BenQ GV1 dar, wurde jedoch stellenweise an die Nutzung über die Fernbedienung angepasst. Während meiner Testzeit erschienen zwei Updates, wobei beim Zweiten einiges an der UI optimiert wurde und die Möglichkeit hinzukam, Apps zu installieren. Das geht wahlweise über den integrierten App-Store „Aptoide“ sowie per Sideloading. Hierfür muss aber eine Checkbox in den Einstellungen aktiviert werden.

Das Apps-Angebot umfasst grundlegende Video-Player wie MX und VLC sowie die gängigen Streaming-Dienste, darunter Netflix und Amazon Prime. Ebenso findet sich hier das asiatische VoD-Angebot mit allerlei koreanischen und chinesischen Dramen.

Das UI ist übersichtlich und größtenteils selbsterklärend. BenQ verzichtet auf grafische Experimente und stellt stattdessen die Funktion in den Vordergrund. Für eine drahtlose Verbindung mit dem Beamer steht DLNA, WiFi und Bluetooth zur Auswahl. Per USB-Type-C können Notebooks, Smartphones und PCs an den GV1 angeschlossen werden. In der Mitte sind die installierten bzw. abgelegten Apps zu finden, denn die Einträge lassen sich ganz individuell anpassen, hinzufügen oder entfernen. Am unteren Ende des Haupt-Bildschirms hat BenQ die Einstellungen abgelegt. Die Konfigurationsmöglichkeiten fallen Beamer-typisch aus: Anpassungen der Trapezkorrektur, unterschiedliche Bildschirm-Modi sowie eine Möglichkeit die Sound-Wiedergabe fein zu justieren.