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ASmedia baut weiterhin AMD-Chipsätze

Diesen Monat kam das Gerücht auf, dass AMD sich aus der Partnerschaft mit ASmedia zurückziehen will, um wieder eigene Chipsätze zu entwickeln. Bei den Gerüchten war zunächst völlig unklar, ob AMD sich komplett von ASmedia loslösen will, oder ob sie nur ihren eigenen X570 Chipsatz produzieren wollen und den Rest ASmedia überlassen.

DigiTimes hat nun veröffentlicht, dass Taiwan’s ASMedia Technology is expected to land contract design orders for all mainstream PCIe chips from AMD even after the US chipmaker rolls out X570 motherboard chipsets that support PCIe 4.0 in mid-2019, was die oberen Fragen diesbezüglich beantworten sollte. ASmedia erwartet für alle Mainstream PCIe-Chips Aufträge von AMD.

PCIe 4.0 – keine Frage des Mainboards

Die Frage nach der Ermöglichung von PCIe ist nicht mehr länger nur eine Frage des Mainboards, sondern vielmehr der verwendeten CPU, obwohl natürlich die Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen. Die kommenden Ryzen-Prozessoren verfügen über PCIe 4.0. Es ist also ebenfalls möglich, dass einige 300- oder 400-Chipsätze, die die Rahmenbedingungen für PCIe 4.0 erfüllen, über ein BIOS-Update kompatibel mit PCIe 4.0 werden. Die Frage dabei ist, wie nützlich PCIe 4.0 und die damit einhergehende Erhöhung der Bandbreite in der Praxis ist. Zukünftige NVMe-SSDs werden vermutlich relativ schnell Gebrauch von der erhöhten Bandbreite machen. Der größte Vorteil wird vermutlich in den Anwendungen liegen, die auf eine sehr beschränkte Anzahl von möglichen Lanes angewiesen sind.

Ich persönlich gehe davon aus, dass AMD auch beim X570-Chipsatz auf ASmedia-Technologien zurückgreifen wird. Ich glaube es ist nicht davon auszugehen, dass AMD nun eigene USB 3.1-Controller entwickeln wird, zumindest kurzfristig nicht. Interessant an der Entwicklung ist die deutliche Erhöhung der TDP des X570-Chipsatzes auf 15W. Nicht dass diese Erhöhung problematisch wäre, aber ein Großteil ist wohl auf PCIe 4.0 zurückzuführen.

Quelle: DigiTimes