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Apple fordert eine Milliarde Dollar von Qualcomm

Qualcomm bemüht sich seit einiger Zeit der Hauptzulieferer von modernen Chips für Apple Geräte sein und verdrängt immer mehr Rivalen vom Markt. Apple auf der anderen Seite besteht nun auf eine Wiedergutmachungszahlung von 1 Milliarde Dollar.

Die Zahlung von Qualcomm an Apple ist Teil eines Deals zwischen beiden, um die Kosten beim Wechsel von einem Infineon Chip zu einem Qualcomm Chip zu reduzieren. Qualcomm kauft sich also bei Apple ein und verdrängt den Konkurrenten Infineon vom Markt. Solche Deals sind in der Industrie nicht unüblich. Doch die schiere Größe Deals ist bemerkenswert. Dieser Deal wurde 2011 geschlossen und Qualcomm war von nun an der Hauptzulieferer von modernen Chips bei Apple, um Applegeräte sende- und empfangsfähig zu machen. Dafür gab Qualcomm Apple einen Rabatt, wobei die exakte Größe des Rabatts nicht öffentlich gemacht wurde. Das heißt, dass ein Wechsel des Zulieferers zu erhöhten Kosten für Apple führen würde.

Kartellwächter machen unter anderem Qualcomm für das marktschädigende Verhalten verantwortlich, bei dem direkte Konkurrenten wie Intel oder Infineon ausgeschlossen werden. Meiner Meinung nach, ist summa summarum das Angebot von Qualcomm eben für Apple günstiger als Angebote von Infineon oder Intel. So schreibt Qualcomm selbst, dass sie nicht die Absicht hatten, andere Mitbewerber vom Markt auszuschließen. Sollt das also wirklich Teil des Deals sein, ist es nicht verwunderlich, dass Apple auf diese Zahlung besteht.

In der Vergangenheit versuchte Apple immer auf zumindest zwei und maximal sechs Zulieferer zurückgreifen zu können, doch für sie ist es unattraktive geworden andere Chips außer Qualcomms zu nutzen. Letztendlich ist es vielleicht nur ungeschickt von Apple ein quasi Monopol zu fördern um temporär einen Vorteil, aber langzeitlich einen Nachteil durch Ausbildung des Monopols und Wegfall der Konkurrenten zu haben.

Quelle: Reuters