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AMD Ryzen 9 3950X – 16 flinke Kerne für den Hausgebrauch und ein neuer Energiespar-Modus

Für die Kühlung der mit 105 Watt TDP spezifizierten CPU empfiehlt AMD mindestens eine 280er All-in-One Kompaktwasserkühlung. Wobei ich aus reiner Erfahrung eher sagen würde, dass hier der Kühlblock das kritische Element sein dürfte und nicht die reine Radiatorfläche. Runde Pumpengehäuse und Kühlplatten sind somit eher nicht optimal. Doch auch das lässt sich ja in der Endkonsequenz später testen. Ich für meinen Teil würde hier eher auf vorbefüllte und gebrauchsfertige Open-Loop-Systeme setzen, die auch für Intels Sockel 2066 geeignet sind. Dann ist der Bereich der Kühlfinnen im Kühler mit Sicherheit auch groß genug. Oder man setzt gleich auf Kühler, die für Threadripper entwickelt wurden und zusätzlich auch eine AM4-Halterung besitzen.

Bei der Konnektivität setzt man wieder auf das Zugpferd PCIe Generation 4 und kostet auch USB 3.x so richtig aus, je nach Hersteller und Motherboard. Die Vorteile des neuen Busses werden sich aber erst nach und nach zeigen können, wenn es weitere und vor allem auch erschwingliche Produkte wie z.B. passende SSDs geben wird.

 

Mit dem neuen Eco-Mode (was am Ende auf PBO samt TDP-Limit hinauslaufen wird), die Leistungsaufnahme auf 65 Watt begrenzen. Immerhin verspricht man in Cinebench (multi-threaded) noch 77% der Gesamtperformance bei 44% weniger Leistungsaufnahme. Das wiederum führt logischerweise auch zu 7 °C niedrigeren Temperaturen, obwohl wir leider keine Informationen zum tatsächlich verwendeten Kühlsystem finden konnten.

 

Unterm Strich ist es eine hochinteressante CPU, deren Gaming-Performance durchaus konkurrenzfähig ausfällt, die bei der Content Creation für eine Consumer-CPU überragend performt, die zudem Energie-sparend und effizient scheint und mit PCIe 4.0 ein Alleinstellungsmerkmal der 3. Ryzen-Generation besitzt.

Den Rest muss jetzt wie immer die Wirklichkeit beweisen, wenn sich der Ryzen 9 3950X auch final endlich in den Redaktionen und bei den Händlern materialisiert hat. Denn dann gibt es statt Folien auch echte Fakten. Und die sind es am Ende ja auch, die über das Gelingen der ganzen Aktion entscheiden werden. Aber man darf durchaus gespannt sein, denn auch die bisher getesteten Ryzen-CPUs haben ja keinen schlechten Eindruck hinterlassen.