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9900K übertakten: Wo drücke ich auf was und was passiert dann? Advertorial

Wer sich von der Welle noch nicht mit-ryzen lassen hat, wird mit großer Wahrscheinlichkeit zu Intels aktuellstem Chipsatz greifen, dem Z390. Der Unterbau bietet in Kombination mit einer passenden CPU einiges Übertaktungspotential. Das derzeitige Flagship ist der Intel Core i9-9900K. Und genau bei diesem wollen wir die Taktraten hochtreiben.

Als Unterbau dient ein C9Z390-PGW von Supermicro, das den User mit einem klar gegliederten UEFI-UI begrüßt, sobald die F2-Taste während des Bootvorgangs gedrückt wurde. Supermicro beschränkt sich zwar auf die wichtigsten und nötigsten Funktionen sowie Informationselemente, gliedert diese aber klar strukturiert auf:

Eine Schnellübersicht „EZ Mode“ der verbauten CPU und RAM inklusive Takt und Spannung, die CPU und Systemtemperatur, die Drehgeschwindigkeit der angeschlossenen Lüfter sowie die SATA- und NVMe-Festplatten. Außerdem kann gleich auf der Startseite das XM-Profil ausgewählt sowie Intels Rapid Storage Technologie ein- und ausgeschaltet werden. Zusätzlich lässt sich die Bootpriorität anpassen und eines der vordefinierten CPU-Profile auswählen.

Da der „EZ Mode“ in erster Linie als Übersichtsseite dient und sich nicht für das feine Abstimmen der Frequenzen eignet, benötigen wir den „Advanced Mode“, der über die Taste F7 erreichbar ist. Wer mag, kann diesen übrigens auch standardgemäß im Bereich „Advanced“ einstellen. Abhängig vom Motherboard und BIOS/EFI-Version können die Einträge natürlich auch variieren. Auf dem Supermicro ist die Einstellung unter dem Punkt „Setup Mode“ zu finden.

Das Übertakten
Was uns natürlich viel mehr interessiert ist der Reiter „Overclocking“ ganz links oben. Hier werden gebündelt alle Einstellungen zusammengefasst, mit denen die CPU in ihrer Rechenleistung gesteigert werden kann.

Zuerst wird das „Advanced CPU OC Setting“ auf 5.0 GHz gesetzt. Damit bekommen wir Zugriff auf einige zusätzliche Funktionen aber auch gewisse Restriktionen, die zum Schutz der CPU gedacht sind. Dazu gleich mehr. Das Ratio Limit Override der acht Kerne beträgt damit 50 und entspricht den Taktstufen von jeweils 100 MHz. Supermicro nutzt ein VRM mit sechs Phasen und eignet sich damit auch für den Einsatz von Flüssigstickstoff.

Das hinterlegte 5.0 GHz Profil bietet bereits eine Vielzahl von voreingestellten Werten, die wir teilweise unverändert lassen, an einigen Stellen aber anpassen wollen. Unangetastet bleibt der BCLK Clock (Base Clock) von 10000. Die FCLK-Frequenz wird weiterhin durch das Motherboard geregelt und bliebt deswegen im automatischen Modus.

Das Untermenü „CPU features“ listet weitere Funktion des Prozessors auf. Hyper-Threading ist eingeschaltet, die C states sollten hingegen auf „Disabled“ gestellt sein. Letzteres ist für das Power Management des Prozessors verantwortlich, kann aber bei einer falschen OC-Konfiguration zu Komplikationen führen. Weiter geht es mit den CPU VR Settings und hier dem Punkt „Core/IA VR Settings“.

Die VR Konfiguration wird eingeschaltet, falls nicht bereits automatisch geschehen. Standardgemäß tauchen hier eine Vielzahl von Nullen auf – wir müssen also einige Werte nachtragen, um das volle Potential des Prozessors zu entfalten.

CORE / IA TABLE
Ist das konfiguriert, müssen wir uns dem CPU Ring widmen. Der CPU Ring ist der integrierte Cache, der der Die zur Seite steht. Bei unserem Prozessor war ein Wert von 47 bei den angestrebten 5 GHz optimal. Der Ring Down Bin sollte eingeschaltet sein, Limits bleiben hingegen auf null.

Seit 2011 sind die Sandy Bridge New Extensions, auch als AVX bekannt, für einige Anwendungen relevant. Darunter fällt Software von Adobe (Photoshop, After Effects, Premiere), Excel von Microsoft sowie eine Hand voll anderer Programme. Da AVX überaus leistungshungrig sein kann, sollte dieser Wert individuell eingestellt werden. Bei „2“ taktet die CPU mit 4,8 GHz. Hier ist langsames herantasten zu empfehlen, sollte es Abseits vom Gaming zu Stabilitätsproblemen bei einigen Anwendungen kommen.

Der Speicher muss mitspielen
Für eine leistungsstarke CPU ist auch ein leistungsstarker Arbeitsspeicher zu empfehlen. Um das Maximum aus der Übertaktung herauszuholen lohnt sich ein Blick in „Memory Overckloking“, das auf der obersten Ebene im „Overclocking“-Reiter zu finden ist.

Anders als einige andere Anbieter, setzt Supermicro die Werte eines zuvor einstellten XMP Profils nicht zurück, sondern ermöglicht eine Anpassung der Timings und Taktraten. Um die ausgegrauten Einträge beschreibbar zu machen, muss das „Memory profile“ auf „Custom profile“ umgestellt werden.

Welche Werte für welchen Speicher optimal sind, kann auf der Herstellerseite des jeweiligen RAM-Anbieters nachgeschlagen werden.

Spannungen anlegen
Unter „Voltage Configuration“ stellen wir zuerst die“System Agent Voltage (mV)“ von den recht hohen 1.4 Volt auf 1200. Auch das „Core Voltage Override“ sollte von 1300 auf 1275 eingestellt werden, was zu einer höheren Stabilität beiträgt. Natürlich können die Werte nach und nach wieder erhöht werden, wenn das System stabil läuft und man den letzten Prozent an zusätzlicher Leistung aus der CPU herauskitzeln möchte.

Alternativ zum „Override“ Modus kann auch der „Adaptive“ Modus eingestellt, der die Taktraten nur bei hoher Auslastung (Turbo) der CPU anlegt. Ist der adaptive Modus aktiviert, erscheint ein neuer Eintrag mit dem Namen „Core Extra Turbo Voltage“. Auch hier ist 1275 als Wert einzustellen. Der Offset Prefix sollte negativ sein (Minus auswählen) und das Core Voltage Offset auf 30 eingestellt werden. Abhängig vom Motherboard (Modell und Hersteller) kann dieser Wert variieren.

System starten
Sind alle Modifikationen durchgeführt, können diese gespeichert und der PC neu gestartet werden. Dazu den entsprechenden Eintrag im BIOS/EFI auswählen. Das Motherboard führt zwei Reboots druch, bei dem der Arbeitsspeicher und die CPU geprüft werden. Nach dem zweiten Bootvorgang wird das Betriebssystem initialisiert. Damit die Übertaktung optimal greift, muss – zumindest unter Windows – der Energiesparplan bzw. die entsprechenden Optionen auf „Höchstleistung“ gestellt werden.

Läuft das System, Anwendungen und Spiele stabil, so war der Übertaktungsvorgang erfolgreich. Wenn nicht, dann müssen einige der zuvor erwähnten Werte angepasst werden. Hier ist zu empfehlen, eventuelle Änderungen in kleinen Schritten durchzuführen und nach jeder Modifikation die Stabilität des Systems zu prüfen.

Anmerkung
Supermicro hat uns das Board im Rahmen unseres Reviews zu den neuen AMD Ryzen CPUs zur Verfügung gestellt und mich bei der Erstellung des Guides unterstützt. Deswegend wird der Beitrag als Advertorial gekennzeichnet.

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Jakob Ginzburg

Redaktion | Geschäftsführung | Vermarktung

Meistens eher im Hintergrund unterwegs, kümmere ich mich um den Geschäftsbetrieb und schreibe hin und wieder News sowie Reviews.